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Erkelenz: Neue Bürgermeisterin beim Antrittsbesuch

Erkelenz : Neue Bürgermeisterin beim Antrittsbesuch

In der französischen Partnerstadt Saint James wurde gewählt. Nathalie Panassié ist die neue Bürgermeisterin.

Magnifique. Prächtig. Mit einem Wort umschreibt Nathalie Panassié, was sie in Erkelenz sieht. Das Schwimmbad. Die neu eröffnete Erka-Sporthalle. Den Neubau der Kreissparkasse an der Kölner Straße. Und die Oerather Mühle, in der frischer Spargel aufgetischt wird. In dem Traditionslokal saßen Vertreter der Partnerstädte Saint James und Erkelenz bereits vor 40 Jahren zusammen, damals noch mit Bürgermeister Willy Stein.

Die neue Bürgermeisterin der französischen Partnerstadt, die seit Ende März im Amt ist, lässt sich ihre Begeisterung in Erkelenz beim Antrittsbesuch deutlich anmerken. Die 49-Jährige ist zum ersten Mal hier, auch zum ersten Mal in Deutschland. Tochter Pauline (16) hat ihr da etwas voraus. Vor drei Jahren war sie als Gastschülerin in Erkelenz. Seiner Mutter hat der Teenager erzählt, wie schön es hier ist, wie freundlich die Erkelenzer sind. "Beeindruckend" findet die Bürgermeisterin des 3000-Einwohner-Ortes an der Grenze zwischen Normandie und Bretagne, was sie hier erlebt. Drei Tage sind für die Stippvisite angesetzt. Nathalie Panassié hat ihren Stellvertreter David Juquin mitgebracht. Auch Yannick Duval, seit vielen Jahren Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Saint James, gehört der kleinen Delegation an. Er schätzt die einzigartige "Mischung aus Tradition und Modernem", die Erkelenz seiner Meinung nach ausmacht, erzählt Duval. Bürgermeister Jansen wird von seiner Amtskollegin "lieber Peter" genannt. Mit Sekt und Orangensaft stoßen die beiden mit Mitgliedern des Erkelenzer Partnerschaftskomitees und Kommunalpolitikern auf ihr gemeinsames Vorhaben an - die Partnerschaft zwischen beiden Kommunen künftig noch enger werden zu lassen, besonders im schulischen Bereich.

Starke Sturm-Böen, Regengüsse und Wolken draußen - im Erkelenzer Rathaus herrscht hingegen ein überaus freundliches Klima. "Erkelenz ist eine sehr, sehr schöne Stadt", sagt die Besucherin, die ihre Schärpe mit den drei Farben der Trikolore umgelegt hat. Stan Chaveau, Export-Chef der Textilfirma Tricot aus Saint James, übersetzt ihre Worte. Er spricht sechs Sprachen fließend. Auch er mag Erkelenz. "Es ist, als wenn man alte Freunde wiedertrifft", berichtet er. "Am Bahnhof haben wir bei unserer Ankunft Theo Görtz getroffen."

Nathalie Panassié zieht einen Vergleich. Während der französische Staatspräsident Francois Hollande Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Wahlkreis in Stralsund besuche, sei sie in Erkelenz zu Gast. "Deutschland ist das Land, wo man momentan sein soll." Sie freut sich auf den Gegenbesuch in der Zeit vom 6. bis 9. Juni, wenn in Saint James das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft gebührend gefeiert wird.

(cb)