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Erkelenz: Neue Angebote in drei Kliniken

Erkelenz : Neue Angebote in drei Kliniken

Das Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus differenziert sein Behandlungsspektrum weiter. Zwei neue Oberärzte für die Unfallchirurgie vorgestellt. Neue Räume für Reha-Training in der Geriatrie und Enddarm-Untersuchungen.

Gleich drei Abteilungen (Kliniken) des Hermann-Josef-Krankenhauses konnten gestern über Erweiterungen ihres therapeutischen Angebotes berichten. Dr. Michael Zander, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, stellte mit Claude Waltking und Georgios Spyrou zwei neue Oberärzte vor. Beide sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und bereichern laut Zander das bisherige Spektrum der Unfallchirurgie um wichtige Bereiche, vor allem der immer wichtiger werdenden minimalinvasiven Chirurgie (Schlüssellochmedizin).

Claude Waltking (38) aus Köln ist besonders erfahren in der arthroskopischen Chirurgie der Gelenke und ein Spezialist der Vorfußchirurgie (Hallux Valgus). Zudem soll er als Sportmediziner einen neuen Akzent setzen. Über die klassische Chirurgie hinaus gehen Waltkings Erfahrungen in manueller Medizin und Chiropraktik. Verwaltungsdirektor Jann Habbinga betonte diesen Aspekt: "Es ist selten, dass sich ein Krankenhaus auch diesen nicht chirurgischen Bereichen stellt." Auch Georgios Spyrou bringt mehrjährige Erfahrung an einer Bochumer Unfallklinik mit und ist besonders versiert in der Endoprothetik (Einsatz künstlicher Gelenke).

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Dr. Christian Isensee, Chef der Geriatrie, führte den nagelneuen, einem kleinen Fitnessstudio ähnelnden Trainingsraum vor, in dem ältere Menschen nach stationärer Behandlung oder Operationen in der Rehabilitationsphase gezielt Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit/Gleichgewicht üben können. "Bei älteren Menschen schwindet die Muskulatur oft schon nach kurzer Bettlägerigkeit erheblich, die Sturzgefahr ist groß", erläutert Isensee.

"Ziel des Trainings ist es, den Patienten Sicherheit und Selbstständigkeit für den Alltag zu Hause zurückzugeben." Die Patienten durchlaufen eine Art Zirkeltraining an verschiedenen Geräten, die sehr differenziert und seniorengerecht einstellbar sind. Dass in den Kleingruppen auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz kommen, zeigte sich gestern in Fitnessraum, wo unter Anleitung von Physiotherapeutin Melanie Quade, die das Programm mit entwickelt hat, tüchtig auf Ergometern gestrampelt wurde.

Szenenwechsel: Einen weiteren neu gestalteten Raum stellte Chefarzt Dr. Raphael Rosch für die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie vor. Der Raum ist mit Behandlungsstuhl, neuen Diagnosegeräten und angeschlossenem WC-Bereich speziell für Untersuchungen bei Erkrankungen des Enddarms und Afters bestimmt, für die bislang der chirurgische OP-Bereich mit in Anspruch genommen werden musste.

Rosch und Verwaltungsdirektor Habbinga erläuterten das komplexe Gebiet der Proktologie, bei dem Chirurgen und Internisten zusammenarbeiten. Das Spektrum der Enddarmerkrankungen reicht von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Veränderungen der Analregion (Fisteln, Abszesse etc.) über Hämorridenleiden bis hin zum Enddarm- und Analkrebs. Die nicht chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten fallen ins Gebiet der Gastroenterologie unter Leitung von Chefarzt Dr. Harry Elsbernd.

Im Untersuchungsraum finden proktologische Sprechstunden statt, Vor- und Nachuntersuchungen bei Operationen und im Einzelfall kleinere Eingriffe. Für die vorgestellten neuen Räume investierte das Krankenhaus rund 50 000 Euro.