Karneval in Erkelenz: Möhneleut erobern mit Rammbock das neue Rathaus

Karneval in Erkelenz: Möhneleut erobern mit Rammbock das neue Rathaus

Länger als sonst zogen die Erkelenzer Karnevalisten an Altweiber durch die Innenstadt. Sturmbedingt. Doch dann ging alles seinen gweohnten Gang - die Jecken übernahmen das Kommando.

Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft hatte das Altweibertreiben in die Stadthalle verlegt, und so hatten sich Verwaltungsspitze und Ratspolitiker im näher gelegenen neuen Rathaus verschanzt — dass dieses noch schneller einzunehmen war als das Alte Rathaus, an dem traditionell gefeiert wird, stellten die Möhneleut mit ihrem Rammbock fest und freuten sich.

Umso schneller konnte die Feier mit Musik von "Hätzblatt", Hofsänger Markus Forg, "De 5 Flije" und der StadtratsBigBand sowie der Prämierung der schönsten Möhne im richtig gut besuchten Foyer der Stadthalle beginnen. Vor einem Jahr war der Rosenmontagszug sturmbedingt abgesagt worden. Das Prinzenpaar Michael I. und Ute I. hingen daraufhin ein weiteres Jahr dran und hatten aus dieser Erfahrung heraus, Verwaltung und Rat aufgefordert, beim Altweibertreiben als Glücksbringer zu erscheinen.

Grüne Kleeblätter und viele Schornsteinfeger kamen an diesem Tag zusammen. Um für den Karnevalszug am Montag das Glück noch weiter zu steigern, gaben die Möhneleut den Politikern zur Aufgabe, in zwei Mal elf Minuten kleine Glückschweine zu verkaufen, "damit Rosenmontag auch garantiert die Sonne scheint", wie Obermöhne Uschi Skibba erklärte. Die Politiker lösten die Aufgabe in weniger als ein Mal elf Minuten, was ein gutes Omen sein dürfte. Und zuletzt war es das Prinzenpaar der EKG selbst, das Zuversicht darstellte.

Die Möhneleut hatten ihm eine Leinwand aufgestellt, und was malten Ute I. und Michael I. — sie ein Kleeblatt und er die Sonne. Spätestens da war sich Bürgermeister Peter Jansen wohl sicher ("Montag kommt das Sönnchen raus"), dass es vielleicht doch nicht stimmt, was Prinzessin Ute I. zuvor festgestellt hatte: "Wir sind das stürmischste Prinzenpaar, das die EKG je hatte."

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