1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Mehr Wohnraumförderung im Erkelenzer Land

53 Wohneinheiten : Mehr Förderung von Wohnraum im Erkelenzer Land

Von den insgesamt 53 Wohneinheiten wurden 46 im Mietwohnungsbau geschaffen und die übrigen sieben als Eigenheim. Das Land stellt 1,1 Milliarden Euro für die Wohnraumförderung zur Verfügung.

(RP) Das Bauministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat jüngst die neusten Zahlen der Wohnraumförderung des Jahres 2020 vorgelegt. Demnach wurden im Kreis Heinsberg 53 Wohneinheiten durch öffentliche Mittel in Höhe von 7.196.000 Euro neu geschaffen. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. 2019 waren es nämlich lediglich 39 Einheiten.

„Die NRW-Koalition hat die Mittel für die Wohnraumförderung stetig erhöht. In diesem Jahr beträgt die Wohnraumförderung wieder 1,1 Milliarden Euro. So viel Geld stand in NRW noch nie für die Schaffung und Erhaltung von Wohnraum zur Verfügung“, erklärt der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen.

Von den insgesamt 53 Wohneinheiten wurden 46 im Mietwohnungsbau geschaffen und die übrigen sieben als Eigenheim. „Leider wurden die Mittel nicht zur Modernisierung bestehenden Wohnraums genutzt. Für eine älter werdende Gesellschaft wäre dies mit Blick auf die Barrierefreiheit aber dringend von Nöten“, so Lenzen, der auch sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Mitglied des Bauausschusses ist.

Auch der Anteil an der Eigentumsförderung sei noch gering. Dem müsse man auf den Grund gehen und ehrlich analysieren, wo es hakt, und warum, kündigt der Abgeordnete an. Ihm drängen sich daher einige Fragen auf. „Werden nicht ausreichend Grundstücke zur Verfügung gestellt? Fehlt das Personal in den Bauämtern? Müssen wir Genehmigungsverfahren beschleunigen? Auch hier liefert die Digitalisierung eine Lösung. Warum können nicht alle Bauangelegenheiten online geregelt werden?“, fragt Stefan Lenzen nach.

Ohne ausreichend Wohnraum im Kreisgebiet besteht die Gefahr, dass Menschen sich für einen anderen Kreis als (neuen) Wohnort entscheiden. „Das ist auch eine wirtschaftliche Frage, gerade in diesen Zeiten. Die Schaffung von Wohnraum ist mit Aufträgen an unsere Bauwirtschaft, an unsere Handwerker, verbunden. Wir haben uns verbessert, aber wir werden hier noch aktiver werden müssen.“

(RP)