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Erkelenzer Land: Mehr Menschen in Arbeit

Erkelenzer Land : Mehr Menschen in Arbeit

In Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg hat es im Dezember zusammen 4249 arbeitssuchende Menschen gegeben, die von der Arbeitsagentur und den Jobcentern betreut wurden.

Nach einem guten Jahresverlauf entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Wassenberg im Dezember noch ein weiteres Mal gut. In den vergangenen zwölf Monaten ging die Anzahl der Arbeitssuchenden um mehr als 24 Prozent von 681 auf 516 zurück. Wegberg, Hückelhoven sowie Erkelenz machten im vergangenen Jahr ebenfalls eine gute Entwicklung durch, jedoch auf jeweils niedrigerem Niveau.

Die Arbeitsagentur in Aachen legte am Dienstag die Zahlen für Dezember 2011 vor. Insgesamt stagnierte die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu November bei knapp 31 820 Personen. Die Quote betrug 7,9 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2010 waren mehr als 2000 Menschen weniger arbeitslos. Agenturleiterin Gabriele Hilger wies auf die anhaltende Konsumlust, den milden Winter und für die Jahreszeit gute Zahlen bei offenen Stellen hin: "Das wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus."

Regionale Unterschiede gibt es jedoch: "Der Kreis Heinsberg und die Region um Monschau, wo die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent liegt, sind in den positiven Entwicklungen immer schneller als Aachen und die Städteregion." Allerdings sehe sie für die Zukunft vor allem auf den Kreis Heinsberg ein Problem zukommen.

Hilger sagte: "Wir sehen den Rückgang der jungen Menschen mit Sorge. Im Jahr 2020 wird es 25 Prozent weniger Schulabgänger geben." Für die Arbeitslosenquote könne das positiv werden, "es wird aber zum Problem, Stellen zu besetzen. Da müssen sich alle drauf vorbereiten."

Ältere Arbeitnehmer im Fokus

Allein werden die Arbeitgeber dabei nicht gelassen, versicherte Hilger grundsätzlich. Bei den jungen Erwachsenen sei die Arbeitslosigkeit in der Gesamtregion der Aachener Arbeitsagentur im Dezember noch einmal deutlich auf 2983 Suchende gesunken, während es vor einem Jahr noch rund elf Prozent oder 381 Menschen mehr waren.

"Das ist das wichtigste Potenzial, das wir auf Dauer in den Arbeitsmarkt hineinbekommen", betonte Gabriele Hilger, wies allerdings darauf hin: "Wir werden 2012 darüber nachdenken, wie wir die älteren Menschen, Menschen ohne Qualifikation oder mit Behinderung sowie Langzeitarbeitslose in den Fokus unserer Bemühungen rücken."

Sie möchte die Arbeitgeber überzeugen, diese Gruppen stärker zu integrieren, und sie dazu bewegen, stärker betriebliches Gesundheitsmanagement und variablere Arbeitszeiten anzubieten. Unterstützend werde die Arbeitsagentur dabei unter anderem durch weit mehr Fortbildungen als im Jahr 2011 tätig sein.

(RP)