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Malermeister aus Erkelenz gibt Tipps gegen feuchte Wände

Malermeister aus Erkelenz erklärt : Diese Tipps helfen gegen feuchte Wände

Vor allem im Winter können feuchte Wände und Schimmelbefall zum Problem werden. Ein Malermeister gibt Tipps, mit welchen einfachen Mitteln das zu verhindern ist.

Wenn falsches oder nur unzureichendes Lüften und zu sparsames Heizen zu Problemen führt: Schimmel in Wohnräumen – dafür gibt es verschiedene Gründe. Besonders ältere und schlecht gedämmte Gebäude mit vielen Wärmebrücken sind anfällig für Schimmel, gerade die Wintermonate sind prädestiniert für derartige Probleme. In allen Fällen ist Feuchtigkeit der Auslöser. Der Erkelenzer Malermeister Dirk Jansen ist häufig mit Schimmelbefall konfrontiert, besonders in der kalten Jahreszeit. „Zum Wachsen braucht Schimmel Feuchtigkeit und einen Nährboden“, hat der 45-Jährige erkannt, der seine Lagerräumlichkeiten an der Gerhard-Welter-Straße auf dem ehemaligen Areal der Erkelenzer Bohrgesellschaft (EBG) angemietet hat.

Er empfiehlt, regelmäßig verbrauchte Luft abzuführen, das so genannte Stoßlüften, um dem Schimmel keinen Nährboden zu bieten. Spezielle Schimmelschutzfarben wendet er auf Wunsch seiner Kunden an.

Das Badezimmer ist naturgemäß ein besonders gefährdeter Bereich: Hier rät der Malermeister, durch geeignete Wärmedämmung Feuchtigkeit zu entziehen. Empfehlenswert für sämtliche Räume sei ein etwa fünfminütiges Stoßlüften. Falsch: Die Fenster dauerhaft gekippt zu halten, so dass Wände auskühlen. „Beim Stoßlüften bleiben die Wände warm. Das spart Geld“, erläutert Dirk Jansen. Das Bad biete Schimmel gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten, wenn hier zum Beispiel die Wäsche getrocknet werde.

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Auch die Küche sei oft Schimmelbefall ausgesetzt. Nicht gut laut Malermeister Jansen: sportliche Aktivitäten innerhalb der eigenen vier Wände, zum Beispiel Fitnessgeräten, die ihre Nutzer zum Schwitzen bringt. Wesentlich besser sei es für den Experten, sportliche Betätigung nach draußen an die frische Luft zu verlagern und zum Beispiel zu joggen.

Ratsam sei es auch, eine große Schrankwand nicht direkt an der Wand aufzustellen, sondern etwa 20 Zentimeter Abstand zu lassen.

Schwarze Punkte mit Haarbewuchs – so sieht Schimmel laut Jansen im fortgeschrittenen Stadium aus. Seine bewährte Strategie: den Schimmelbefall beurteilen, dann die Ursache feststellen. Bei nur oberflächlichem Befall könne eine Desinfektionslösung mit Chlor, die es in jedem Baumarkt gibt, schon hilfreich sein, um dem Schimmel den Kampf anzusagen.

Manche Fälle seien aber selbst ihm zu schwierig, betont Jansen, der seinen Betrieb vom Vater übernommen hat. Oft rufen ihn zum Beispiel Hausverwaltungen vergeblich an. „Dann sage ich, dass das eine Nummer zu groß ist für mich.“

Seit 2003 ist Dirk Jansen als Malermeister selbstständig. Opa Hubert gründete den etablierten Familienbetrieb bereits 1938, Vater Dieter übernahm 1976. An der Graf-Reinald-Straße und später an der Tenholter Straße war das Unternehmen zu finden. Bis 2016 wurde Dirk Jansen noch von seinem Vater unterstützt, seitdem führt er den Malerbetrieb eigenverantwortlich.