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Lions Club erläuft im Erkelenzer Land 21.000 Euro

Service-Club im Erkelenzer Land : Lions Club erläuft 21.000 Euro

Knapp 300 Freizeitsportler beteiligten sich an dem virtuellem Spendenlauf für schwerkranke Kinder. Dabei gingen auch die Teilnehmer nicht leer aus.

Die Corona-Pandemie ist wahrlich nicht die Zeit für Veranstaltungen. Mit einem virtuellen Spendenlauf hat der Lions Club Selfkant, der im ganzen Kreis Heinsberg Gutes tut, trotzdem knapp 21.000 Euro eingenommen. Jeweils 10.500 Euro gehen an die Kinderhilfe Selfkant und an die Kinderkrebshilfe IG Ophoven.

An dem Lauf hatten sich knapp 300 Menschen aus dem Kreis Heinsberg und darüber beteiligt. Das Prinzip war dabei einfach: Für eine Teilnahmegebühr von mindestens fünf Euro, gerne auch mehr, gab es eine Startnummer. Die Teilnehmer konnten dann in der Karwoche – jeder für sich und ohne großes Menschenaufkommen – eine Strecke von fünf oder zehn Kilometern absolvieren und anschließend ein Ziel-Selfie von sich und ihrer Nummer auf der Facebook-Seite der Veranstaltung posten. Den so zusammengekommenen Betrag stockten Sponsoren schließlich noch kräftig auf.

Kreissparkassen-Chef Thomas Giessing, derzeit Präsident des Lions Club, sagte: „Ich hatte mein Präsidentschaftsjahr mit vielen Veranstaltungen geplant, in Corona-Zeiten war so gut wie nichts machbar. Dass wir diesen Charity-Lauf machen, war mir aber sehr wichtig.“  Mitgemacht haben zahlreiche Einzelpersonen, aber auch Firmen und Vereine, etwa die DJK Wassenberg oder die Schützen aus Doveren. Zur Belohnung gab es nicht nur sechs Sportartikelgutscheine, sondern für jeden Teilnehmer auch eine Medaille. „Die sieht sehr wertig und gelungen aus. Das findet man in der Form nicht bei vielen Laufveranstaltungen“, sagte Giessing – der ehemalige Europameister (1982) und Olympiateilnehmer (1984) mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel muss es schließlich wissen.

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Bei den beiden wohltätigen Stellen ist das Geld gut aufgehoben. Beatrix Gorissen von der Kinderhilfe Selfkant erklärte: „Im Moment haben wir zum Glück kein Kind, das Hilfe braucht. Aber wenn wir wieder eins haben, dann fragen wir, ob wir ihm einen Wunsch erfüllen können.“ Auch an die Onkologie in Uniklinik Aachen gehen regelmäßig Spenden. Wiljo Caron von der IG Ophoven sagt, dass seine Stiftung mit dem Geld Typisierungsaktionen bezahlen will. „Wir haben aktuell auch ein kleines Mädchen, dem wir eine Reittherapie finanzieren wollen. Sie wird sich sehr freuen“, sagte Caron.

Auch im Corona-Jahr seien die Spenden trotz fehlender Veranstaltungen nicht weniger geworden, sagt der Ophovener: „Ich hatte gedacht, dass es schwierig wird, aber die Sponsoren sind uns zum Glück nicht abgesprungen.“ Was allerdings fehlt: „Wir wollen kein Verein im Hintergrund sein, sondern Präsenz zeigen, den Kontakt zu Menschen suchen. Das ist im Moment kaum möglich.“

(cpas)