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Landtagswahl 2022 im Kreis Heinsberg: Das müssen Sie wissen

Landtagswahl im Kreis Heinsberg : Das müssen Sie vor der Stimmabgabe am Sonntag wissen

Im dritten Jahr in Folge geht es im Erkelenzer Land am 15. Mai an die Wahlurne. Diesmal, um einen neuen Landtag zu bestimmen. Wir beantworten im Vorfeld die wichtigsten Fragen rund um die Wahl.

Nach der Kommunalwahl im September 2020 und der Bundestagswahl im September 2021 geht es für mehr als 190.000 Wahlberechtigte im Kreis Heinsberg am kommenden Sonntag, 15. Mai, erneut an die Urne. Diesmal wird ein neuer Landtag gewählt. Die Ausgangslage ist dabei klar.

Wer darf wählen? Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag ihr 18. Lebensjahr vollendet haben, die mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen ihre Hauptwohnung haben oder sich sonst dort gewöhnlich aufhalten und keine Wohnung außerhalb des Landes haben und die nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Wie wird gewählt? Jeder Wähler hat eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat gewählt, der für den Wahlkreis in den Landtag einziehen soll. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt.

Wo wird gewählt? In den insgesamt 186 Wahllokalen im Kreis Heinsberg. 97 davon stehen im Wahlkreis 97 Heinsberg I und 89 im Wahlkreis 10 Heinsberg II. Die Stimmabgabe ist am Sonntag von 8 bis 18 Uhr möglich. Jeder Wähler hat eine Wahlbenachrichtiigung erhalten, auf der das genaue Wahllokal genannt ist. Jeder Wähler muss sich im Lokal ausweisen können, etwa mit einem Personalausweis oder Reisepass. Auch die Benachrichtigung soll mitgebracht werden.

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Wie ist der Kreis Heinsberg aufgeteilt? Grob gesagt in Nord- und Südkreis. Beide Wahlkreise bestimmen einen Direktkandidaten für den Landtag. Das Erkelenzer Land mit den Städten Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg bildet den Wahlkreis 98 Heinsberg II.

Welche Corona-Regeln gelten im Wahllokal? Eine Maskenpflicht besteht nicht mehr, ebenso wenig eine Testpflicht. Dennoch weisen die Verwaltungen auf die gängigen Hygieneregeln hin – verboten sind das Masketragen und Abstandhalten schließlich keinesfalls. Die Rathäuser empfehlen das Tragen der Maske.

Welche Kandidaten stehen zur Wahl? Im Erkelenzer Land werfen neun Direktkandidaten ihren Hut in den Ring: Thomas Schnelle aus Hückelhoven (CDU), Heike Simons aus Wassenberg (SPD), Tino Pakusa aus Hückelhoven (FDP), Jürgen Spenrath aus Erkelenz (AfD), Paul Mank aus Wassenberg (Grüne), Manuel Staeck aus Hückelhoven (Linke), Norbert Boxberg aus Wegberg (Piratenpartei), Heinrich-Josef Frings aus Übach-Palenberg (Freie Wähler) und Michael Aggelidis aus Bonn (die Basis). Auf dem Zettel für die Zweitstimmen stehen zudem insgesamt 29 Parteien.

Was ist, wenn ich am Wahltag krank bin? In diesem Fall – etwa bei einem positiven Corona-Test – kann man trotzdem wählen. Bis 15 Uhr kann eine bevollmächtigte Person bei der jeweiligen Kommune gegen Vorlage eines ärztlichen Attests Briefwahl beantragen. Die Unterlagen müssen auch in diesem Fall um spätestens 18 Uhr in der Verwaltung abgegeben worden sein.

Wann gibt es die Ergebnisse? Um 18 Uhr beginnen die Wahlhelfer in den Lokalen zügig mit der Stimmabgabe. In der Regel gibt es dann schnell die ersten Hochrechnungen. Zwischen 19.30 und 21 Uhr ist bereits mit den ersten ausgezählten Wahlbezirken zu rechnen. In unserem Live-Blog auf RP ONLINE informieren wir Sie am Sonntag über die aktuellen Geschehnisse. Der Kreis Heinsberg lädt im Kreishaus zudem zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ab 18 Uhr ein, an der in der Regel auch die Direktkandidaten teilnehmen. Der Kreis übermittelt am Sonntagabend auch das vorläufige Ergebnis, das am 19. Mai vom Wahlausschuss dann formal festgestellt wird.

Wie ist die Ausgangslage? Im konservativ geprägten Kreis Heinsberg gehen die CDU-Kandidaten Thomas Schnelle (Nordkreis) und Bernd Krückel (Südkreis) als klare Favoriten ins Rennen. Beide haben das Ziel formuliert, sich mit klarer Mehrheit die Direktmandate zu sichern und ihren Posten im Düsseldorfer Landtag zu behalten. Die größten Herausforderinnen dürften die SPD-Kandidatinnen Heike Simons (Nordkreis) und Andrea Reh (Südkreis) sein. Reh darf aber ohnehin gute Chancen auf einen Einzug ins Landesparlament machen: Sie steht auf dem aussichtsreichen SPD-Landeslistenplatz 18, der aller Voraussicht nach reichen dürfte. Ganz eng wird es für den FDP-Mann Stefan Lenzen (Heinsberg), der auf Listenplatz 22 steht und wegen der schwachen FDP-Umfragewerte um seinen Sitz im Landtag zittern muss.

In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Briefwahlunterlagen können im Krankheitsfall am Wahltag im Wahllokal abgegeben werden. Dies ist nicht korrekt, stattdessen müssen die Unterlagen in der Verwaltung abgegeben werden.