Landstraße 19 zwischen Erkelenz und Kückhoven: Radweg und Ampel kommen

2019 wird gebaut : L 19 bekommt Radweg und Ampel

Das Vorhaben, Kückhoven über einen Fahrradweg an die Erkelenzer Innenstadt anzuschließen, hat sich um Jahre verzögert, ist dafür aber gewachsen. 2019 soll es ebenso realisiert werden wie eine Ampelanlage zur Landstraße 366.

2016 hatte der Landesbetrieb Straßen NRW angekündigt, im Folgejahr einen Geh- und Radweg entlang der Landstraße 19 zwischen Erkelenz und Kückhoven anlegen zu wollen. 2017 war das Vorhaben jedoch verschoben worden. Jetzt steht fest: Anfang 2019 wird gebaut. Allerdings wird die Baumaßnahme größer als bisher bekannt, kündigte der Landesbetrieb am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion an. Zugleich sollen zwei unfallträchtige Kreuzungen an der L 19 entschärft werden.

„Der Ausbau der Landstraße nach Kückhoven ist umfangreicher geworden“, erklärte Gregor Hürter, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW in Mönchengladbach, die zuletzt eingetretene Verzögerung. 2019 soll nicht mehr nur ein Geh- und Radweg von Erkelenz nach Kückhoven angelegt werden: „Zusätzlich werden wir die Abzweigung zur Kreisstraße 33, der Katzemer Straße in Kückhoven, ausbauen. Und: Die Kreuzung der Landstraßen 16 und 366, die an Bellinghoven vorbeiführt, wird eine Ampelanlage bekommen.“

Angestoßen worden war das Straßenbauprojekt zunächst deshalb, weil Kückhoven keine direkte Geh- und Radweg-Verbindung zum Stadtzentrum besitzt, dort aber rund 2300 Menschen leben, die eine solche – Kinder beispielsweise auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen – benötigen. 2019 soll nun auf der südlichen Straßenseite ein solcher Weg eingerichtet werden. Er wird etwas 1,2 Kilometer lang sein und am Ortseingang von Erkelenz mit dem bestehenden Wegenetz verknüpft werden. Außerdem werden nach neuestem Stand der Planungen zwei Kreuzungen der L 19, die zu Stoßzeiten für Autofahrer schwer zu passieren sind, entschärft beziehungsweise mit einer Ampelanlage ausgestattet, die den Verkehr künftig steuern wird. „Insgesamt werden wir circa 800.000 Euro investieren“, kündigte Hürter an. Für den Geh- und Radweg waren bisher lediglich 300.000 Euro veranschlagt worden.

An dessen Planung selbst hat sich nichts verändert, bestätigte Gregor Hürter. Vorgesehen ist, die Fahrbahn der Landstraße 19 für die Autos auf der vorhandenen Fläche so zu verschieben, dass auf einer Straßenseite ausreichend Platz für einen zweieinhalb Meter breiten Rad-und-Gehweg entsteht, der durch einen Grünstreifen von der restlichen Fahrbahn abgetrennt ist. Ein solcher Trennstreifen kann aus der Fahrbahn herausgeschnitten und anschließend begrünt werden. Die heutigen befestigten Seitenstreifen, die Fahrradfahrer und Fußgänger trotz aller Gefahren teilweise benutzen, werden dafür entfallen.

Dass der Landesbetrieb Straßen NRW auf Erkelenzer Stadtgebiet auch an anderer Stelle die Landstraße 19 mit einer Ampelanlage ausstatten will, war bereits kürzlich öffentlich geworden. An der Verbindung zur Bundesstraße 57 nahe dem Oerather Mühlenfeld soll dadurch die Anzahl der, teils schwersten, Unfälle reduziert werden. Im Jahr 2020 könnte dieses Vorhaben umgesetzt werden.

Schon 2016 war in Aussicht gestellt worden, dass ein Radweg nach Kückhoven gebaut wird. Dann aber war das Projekt verschoben worden.

Mehr von RP ONLINE