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Erkelenz: Landschaft direkt erfahren

Erkelenz : Landschaft direkt erfahren

Das diesjährige Motto zur jährlichen Ausstellung des Fördervereins von Haus Hohenbusch lautet "Landschafts-Impressionen". Zum 18. Mal wird in diesem Rahmen Kunst im Herrenhaus gezeigt.

Gedanken an einen Spaziergang im Grünen entstehen beim Betreten der Ausstellung vor dem inneren Auge. Mit saftigen Grüntönen und üppiger Farbvielfalt sind dort Momente der Landschaftsbetrachtung künstlerisch umgesetzt. Als klassisches Thema für gegenständliche Malerei wird es von den ausstellenden Künstlern jedoch sehr verschieden interpretiert und durchaus auch abstrahiert umgesetzt.

Idyllische Blicke von scheinbar am Wegesrand gefundenen Motiven dienen als Objekt der Auseinandersetzung. Der künstlerische Blick auf vielfältige Landschaftsteile führt den Betrachter zum Meer, in Wälder, auf Aussichtspunkte oder in kleine Dörfer. Mit Pinsel und Farbe fangen die Ausstellenden ihre Sichtweisen in der Natur ein. Die verwendeten unterschiedlichen Techniken - wie Acryl, Öl, Aquarell, jedoch auch Pastell- und Kohlezeichnungen sowie Misch- und Spachteltechnik, Leder-Objekte und Fotos auf Baumwolle ebenso wie Skulpturen in Keramik, Ton, Holz und Metall - eröffnen eine Bandbreite an Möglichkeiten zur Darstellung der Vielfalt dieses Themas.

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17 Mitglieder des Fördervereins für Haus Hohenbusch haben sich mit jeweils vier Arbeiten an der Jahresausstellung beteiligt. Handwerkskunst, Malerei, Skulpturen und Objekte von den Künstlern Willi Arlt, Elke Bürger, Hilde Bürgers, Hildegard Escher, Laura-Helene Förster, Irene Heinen, Barbara Kauven, Wolfgang Körfer, Ulrike Kotlowski, Georg Kovac, Helmut Machat, Yveline Moreau-Hansen, Christa Peerlings, Petra Plum und Jutta Rixgens sowie Rosita Scherf und Ingeborg Voormanns sind zu sehen gewesen.

Die Künstler schaffen Landschaftsbilder zwischen Stimmungsbild und Dokumentation und appellieren an das Vermögen der Betrachter, diese zu lesen. Ruhe und Kontemplation vermitteln die gemalten Bilder mit einem poetischen Blick auf das Meer oder in die Landschaft. Die Auseinandersetzung mit Menschen in der Landschaft wird als Skulptur aus Metall oder Leder gezeigt. Unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten, teilweise veredelt, teilweise roh belassen oder bereits den Umwelteinflüssen ausgesetzt, regen die Imagination der Betrachter an.

Der alljährliche Ausstellungszyklus bietet einen Anlaufpunkt für Kunstinteressierte und ist bereits zur Tradition geworden. Das Ehepaar Ingeborg und Theo Voormanns initiierte die Veranstaltung von Beginn an und kümmert sich um ein gutes Gelingen. Ihr Ziel ist es, das Haus mit Leben zu füllen und die Vielfalt der Kunst durch unterschiedliche Stilrichtungen zu zeigen.

Seit dem Jahr 2000 setzt sich der Förderverein für Haus Hohenbusch für die Instandsetzung und Instandhaltung des ehemaligen Kreuzherrenklosters bei Hetzerath ein. Der Förderverein kümmert sich um die behutsame Renovierung der noch erhaltenen Gebäude und möchte das Areal als bedeutendes Kulturdenkmal des Rheinlandes bewahren und Besuchern zugänglich machen.

(rerü)