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Erkelenz: Kückhovener Bebauungsplan sorgt für Diskussionsbedarf

Erkelenz : Kückhovener Bebauungsplan sorgt für Diskussionsbedarf

Erkelenz wird in den kommenden Wochen den Bebauungsplan für ein Neubaugebiet in Kückhoven offen auslegen, so dass noch einmal Einwände geäußert werden können. Solche waren bereits im bisherigen Verfahren geäußert worden. Teilweise wurden sie in den Bebauungsplan eingearbeitet, berichtete Planungsamtsleiter Manfred Orth im Bauausschuss, teilweise seien sie nicht umzusetzen.

Entstehen soll in Kückhoven ein Neubaugebiet, genannt Hinter Klüschgarten, mit rund 64 Grundstücken, das über den Hasenweg erschlossen werden soll. Der öffentliche Einwand, dass der Bestandsbebauung am benachbarten Kiefernweg die bisher freie Sicht über die Felder zumindest teilweise erhalten bleiben solle, wurde laut Orth aufgegriffen: "Dazu haben wir im Bebauungsplan die Sichtbeziehungen durch geänderte Baufenster verbessert." Nicht umgesetzt werden soll hingegen eine geforderte Anbindung des Gebiets an die Kreisstraße 33 nach Katzem. Eine Erschließungsstraße reiche aus, sagte Orth. Dies hätten Verkehrsberechnungen ergeben. In einer öffentlichen Stellungnahme war im bisherigen Verfahren kritisiert worden, die Verkehrsbelastung werde für den Hasenweg zu hoch. Dazu sagte Orth: "Wir rechnen mit 60 Fahrzeugen in der Spitzenstunde, was weit unter der für solche Straßen zumutbaren Belastung liegt." Zudem ergebe sich durch eine weitere Zufahrt eine Art von Durchgangsstraße, die für das Wohngebiet zu vermeiden sei, und sei eine Anbindung an die K 33 damit verbunden, dort einen zusätzlichen Kreisverkehr errichten zu müssen. Dass die Kosten dafür entweder die Allgemeinheit oder die künftigen Käufer in dem Neubaugebiet zu tragen hätten, wendete Klaus Steingießer (CDU) ein. Dies widerspräche dem Ziel, in Erkelenz günstigen Wohnraum für Familien anzubieten. Die SPD behielt sich vor, dies vor der endgültigen Abstimmung im Stadtrat am 3. Mai, 18 Uhr, im alten Rathaus noch einmal zu prüfen.

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Dass die Sorgen in Kückhoven möglicherweise trotzdem nicht ganz so groß bleiben werden, ließ Jürgen Simon (CDU) durchblicken. Der Vorsitzende des Bauausschusses und Ortskundige, der auch dem Bezirksausschuss für Kückhoven vorsteht, berichtete, dass sich die Anwohner am Hasenweg vor allem wegen der Verkehrsbelastung in der Bauphase ängstigten. Hier jedoch konnte Orth in Aussicht stellen, dass für den Bauverkehr eine vorübergehende Baustraße zur K 33 angelegt werden könnte.

Sobald die Offenlage des Bebauungsplans für das Neubaugebiet Hinter Klüschgarten erfolgt, können weitere oder erneute Einwände bei der Stadt vorgetragen werden.

(spe)