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Kreis Heinsberg: Tierschutz-Projekt "Schwein haben" um Sau Frieda geht weiter

„Schwein haben“ im Kreis Heinsberg : Projekt um Sau Frieda geht weiter

KAB des Diözesanverbandes Aachen diskutiert über Fleischkonsum. Tierschützer hatten die geplante Schlachtung von Frieda kritisiert.

Mit dem Projekt „Schwein haben“ versucht die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) des Diözesanverbands Aachen mit den Katholikenräten Heinsberg und Mönchengladbach seit zwei Jahren, ein Bewusstsein für Fleischverkehr und Konsumverhalten zu schaffen. Das Projekt war zuletzt Kostenpflichtiger Inhalt in die Schlagzeilen geraten, weil Tierschützer versucht hatten, die Schlachtung der Sau Frieda zu verhindern. Das Tier war begleitet worden, um den Lebenszyklus von der Geburt über die Aufzucht bis zur Schlachtung nachzuverfolgen. Ebendiese Schlachtung hatte der Verein Schweineleben e.V. aus dem Kreis Heinsberg verhindert – es gab Gnade für Frieda.

Nun geht das Projekt weiter: Bei einer Veranstaltung am 22. September (19 bis 21.15 Uhr) in der Jugendkirche St. Albertus in Mönchengladbach wird darüber diskutiert, ob Fleischkonsum überhaupt vertretbar und wenn ja, noch bezahlbar ist. Dabei soll laut den Veranstaltern ermittelt werden, nach welchen Kriterien sich der Einkauf von Fleisch gestaltet, auf welche Haltungsformen zurückgegriffen, wo eingekauft wird und ob Kunden beim Einkauf im Supermarkt manipuliert werden.

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Es handelt sich um die sechste themenbezogene Veranstaltung im Rahmen des Projekts, bei dem Sau Frieda im Mittelpunkt steht. Nach dem erfolgreichen Protest der Tierschützer, die dazu eigens eine Mahnwache organisiert hatten, lebt Frieda auf dem Stautenhof in Willich-Anrath (Kreis Viersen) weiter.

„Ziel des Projektes ist die individuelle und gesellschaftliche Verantwortung für die Nutztierhaltung, die Fleischproduktion und den Fleischkonsum aufzuzeigen und Grundlagen für einen bewussten Umgang mit dem Lebensmittel Fleisch zu ermöglichen“, erklärt die KAB.

Die Veranstaltung findet vor Ort und über Zoom statt. Den Link erhalten die Teilnehmer zwei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail. Alle Anmeldungen erfolgen über die Projekthomepage www.projekt-schwein-haben.de. Dort findet sich auch eine anonyme Konsumentenbefragung, deren Ergebnisse ebenfalls in die Diskussion mit einfließen sollen.

Als Referenten sind Experten von Discountern, Supermärkten und der Verbraucherzentrale als Referentinnen und Referenten eingeladen. Sie stehen Rede und Antwort zu Fragen, ob der Kunde durch die Märkte gelenkt und geleitet und wie auf Trends (regional, frisch, saisonal) reagiert wird. Es folgen Berichte zum Konsumenten- und Einkaufsverhalten seitens einer vierköpfigen Familie, eines Vegetariers und von Vertretern des Volksvereins.

(RP)