Kreis Heinsberg: saisonbedingt leichter Anstieg bei Jugendarbeitslosigkeit

Mehr Arbeitslose im Kreis Heinsberg : Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft junge Menschen

Die Arbeitsagentur zählte im Kreis Heinsberg im Juli 97 Arbeitslose unter 25 Jahre mehr als im Juni. Insgesamt stiegt die Arbeitslosigkeit aber nur um 46 Personen.

Leichte Schwächen zeigte der Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg im Juli. Nach guten Vormonaten musste die Region einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verkraften: um 46 auf 6817 Personen, die ohne Job gemeldet waren. Das teilte am Mittwoch die Arbeitsagentur in Aachen mit.

Mit dieser Entwicklung steht der Kreis Heinsberg nicht allein da. „Mit dem Beginn der Sommerferien ist die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß gestiegen“, kommentierte Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur Aachen-Düren. „Der Anstieg gegenüber dem Juni ist hauptsächlich auf das Ende von Berufsausbildungen und das Schuljahresende zurückzuführen.“ Entsprechend habe sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in der Gesamtregion gegenüber Juni saisonüblich um zwölf Prozent erhöht und stieg um 391 auf 3653 Personen an. Auf den Kreis Heinsberg entfielen davon 713, während es einen Monat zuvor noch 97 weniger gewesen waren.

Den derzeit nach Abschluss erfolgreicher Ausbildungsgänge arbeitslos gemeldeten jungen Leuten machte Käser gleichzeitig Hoffnung: „Nach den Ferien bieten sich für ausgebildete Menschen nach wie vor sehr gute Möglichkeiten, einen Job zu finden. Auch wenn die Zahl neu gemeldeter Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat stark zurückgegangen ist, werden sich viele Unternehmen auch in diesem Jahr die Chance auf Einstellung gut ausgebildeter Fachkräfte nicht entgehen lassen.“

Die Gesamtarbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur für Aachen und die Kreise Düren und Heinsberg stieg im Juli und liegt um 147 Personen oder 0,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats bei 37.017 Betroffenen. Im Vergleich zum Juli 2018 sind allerdings 423 Personen (minus 1,1 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb im Juli unverändert bei 6,3 Prozent, wohingegen sie vor einem Jahr noch um 0,2 Prozentpunkte höher gelegen hatte. Stagnierende Quoten werden auch für die Agenturbezirke Erkelenz (mit Hückelhoven und Wegberg) bei 4,8 Prozent und Geilenkirchen mit 5,9 Prozent gemeldet, während sich die Quote in Heinsberg (mit Wassenberg) um 0,1 Punkte auf 4,7 Prozent hob. Auf Menschen, die ohne Arbeit sind, bezogen, bedeuten diese Quoten, dass Erkelenz ein Plus von acht auf 1016 Arbeitslose verzeichnet hat, Hückelhoven bei 1316 Menschen stagnierte, Wegberg ein Minus um acht auf 598 Personen verbuchen konnte und für Wassenberg ein Plus um acht auf 496 Personen gemeldet wurde. Die größten Veränderungen im Kreis Heinsberg lagen in der Kreisstadt (plus 24 auf 1216 Arbeitslose) und in Gangelt (plus 29 auf 250 Arbeitslose).

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