Erkelenz: Konzept für politische Jugendbeteiligung

Erkelenz : Konzept für politische Jugendbeteiligung

2013 wollen sechs politische Jugendorganisationen aus Erkelenz ein Konzept zu mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungsprozessen umsetzen. Sie stellten ihren Entwurf vor. Jetzt sind die Ratsfraktionen gefragt.

Sechs politische Jugendorganisationen sammeln Ideen, wie mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen in Erkelenz erreicht werden kann. Sie arbeiten an einem Konzept für 2013 — ihren Entwurf haben sie dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Ihnen wurde eine positive Begleitung ihres Anliegens signalisiert, jedoch sei an einigen Punkten noch nachzubessern.

Die Resonanz auf den Entwurf hätte schlechter ausfallen können, wird das Thema doch seit dem Jahr 2006 in regelmäßigen Abständen diskutiert. Ohne Erfolg.

Das galt bisher. Marwin Altmann (Junge Union), Marcus Gillrath (Junge Liberale), Daniel Finken (Jusos), Simon Heinen (Grüne Jugend) sowie Yvonne Diart (Bürgerpartei) — und inzwischen die Piraten-Partei — ergriffen deshalb diesen Sommer erneut die Initiative.

Sie stellten die Konzeptionierung auf breite politische Beine. Das hatte 2006 gefehlt. Dr. Hans-Heiner Gotzen, der Erste Beigeordnete der Stadt, nannte den neuerlichen Vorstoß nicht zuletzt deshalb gut und forderte die Politiker dazu auf, ihn mit den Jugendlichen weiter zu verfolgen und zu verfeinern.

Die politischen Jugendorganisationen in Erkelenz gehen einen weiten Weg, ohne dass sie davon selbst profitieren wollen. "Wir erarbeiten ein Fundament, auf das später die Jugendlichen aufbauen können", sagt Altmann. Man wolle keine Parteimitglieder in das geplante Gremium entsenden. Derzeit sind sie in allen Schulen unterwegs, um mit den Schülervertretungen (SV) über Wünsche und Ideen zu mehr politischer Beteiligung zu diskutieren.

Und das können sich die Jugendlichen vorstellen: Bisher gibt es das TKJE, das "Team Kinder- und Jugendbeteiligung Erkelenz". Daran können Vertreter von Jugendverbänden und Vereinen teilnehmen. Idee ist es, dieses für die Jugendlichen selbst zu öffnen und an den "Runden Tisch Erkelenz" anzugliedern, so wie es beispielsweise bei "Erki — Initiative für eine saubere Stadt" oder beim "Arbeitskreis ÖPNV und Verkehr" der Fall ist. Den Runden Tisch besetzen nicht die Parteien, sondern engagierte Bürger.

Dennoch ist deren Tun mit der Stadtverwaltung und somit dem Stadtrat verknüpft. Altmann: "Hier haben wir eine bestehende Bürgerbeteiligung, an die würden wir uns gerne anschließen."

Die geplante neue Gruppe am "Runden Tisch Erkelenz" sollte, so der Konzeptentwurf, möglichst von Mitgliedern der verschiedenen Schülervertretungen besetzt werden, ihre Sprecher aus diesen Reihen (bis maximal 26 Jahre) wählen, und das TKJE soll integriert werden. "So können wir letztlich alle Jugendlichen in Erkelenz einbinden, was einen langfristigen Bestand der Gruppe sichert", erklärte Altmann, der jetzt alle Ratsfraktionen besuchen wird, um den Konzeptentwurf vorzustellen und zu beraten. Frage des Tages

(RP/rl)