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Erkelenz.: Klangwelten zu Helden der Filmhistorie

Erkelenz. : Klangwelten zu Helden der Filmhistorie

Das Frühjahrskonzert des Städtischen Musikvereins Erkelenz hatte in diesem Jahr ein besonderes Thema. "Helden" hieß das Motto. Das Orchester entführte die vielen Besucher in der Stadthalle in die Welt berühmter Filmhelden.

Helden. Helden, das können Feuerwehrleute sein, oder Menschen, die sich in Krisenzeiten enorm für ihre Mitmenschen eingesetzt haben oder die, denen Gerechtigkeit besonders am Herzen liegt. Helden jeglicher Art kennen wir aus diversen Kinostreifen, und unter genau diesem Motto gab der Städtische Musikverein sein Frühjahrskonzert in der Stadthalle.

Unter der Leitung von Dirigent Thomas Lindt nahmen die Musiker das Publikum mit auf eine Reise quer durch einen Teil der Filmgeschichte, der stets Helden zum Thema hatte - seien es Einzelkämpfer, oder auch Gruppen von Menschen gewesen.

Karl-Heinz Wawrzinek, Vorsitzender des Musikvereins, freute sich in seinen Begrüßungsworten "über eine so volle Halle, trotz des schönen Wetters". Und am Ende des Abends schien es, als hätte keiner der rund 600 Zuhörer das Kommen bedauert. Die Aktiven des Erkelenzer Vereins verfügen über ein erstaunliches Repertoire, das vom Jazz, über Klassik, Pop bis hin zum Musical reicht, und das sie seit vielen Jahren erfolgreich präsentieren.

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Und jeweils passend zu den gespielten Stücken, variierten die Musiker Tempi und Lautstärke. "Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie", hatte Wawrzinek den Gästen gesagt. Und eben das geschah auch, wie ein Blick durch das Publikum verriet, das mal verträumt und mal mitwippend den Klängen auf der Bühne lauschte.

Zum Auftakt ging die musikalische Reise in den Wilden Westen, denn die Titelmelodie der "Glorreichen Sieben" von Elmer Bernstein brachte direkt Schwung in die Stadthalle. Und wie Andreas Lua und Julian Rauschen, die beiden sehr unterhaltsamen Moderatoren des Konzertes, betonten, wechselte das Programm zwischen schnellen und ruhigeren Tönen.

Nach teilweise stilleren Zwischentönen (The Lord of the rings und Hymn to the Fallen) stieg der Puls der Zuschauer wieder an, als die Titelmelodie von "Backdraft" gespielt wurde, jenem Epos über heldenhafte Feuerwehrleute, vom bekannten Komponisten Hans Zimmer, das in einem Arrangement von Masato Myokoin dargeboten wurde.

Stellenweise fühlten sich die Besucher in gewisse Filmstellen hineinversetzt und schwelgten in Erinnerungen. Das war auch der Fall, als "The Mask of Zorro" ertönte, das spanische Lebensfreude um den Helden mit der Maske vermittelte. Als Gag trugen die Schlagzeuger ebenfalls Augenmasken.

Dass die Erkelenzer Musiker sich keine Sorgen um den Nachwuchs machen müssen, bewies die Juniorband, die drei Stücke des Konzerts spielte. Dabei zeigten die im Durchschnitt 13- bis 14-Jährigen unter der Leitung von Jörg Wilms, dass sie schon recht weit sind an ihren Instrumenten.

Nach weiteren Film-Titelstücken, gespielt vom Stammorchester, wurde zum Finale dem großen Ennio Morricone gehuldigt, der zahlreichen Italo-Western durch seine Kompositionen erst den perfekten Schliff verpasst hatte. Und wer kennt sie nicht, die durchdringende Melodie aus dem Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod"? Zum Abschluss des Konzertabends ein Gänsehaut-Moment.

(mom)