Kirchenmusikwoche in Erkelenz: Gesang „mit Engelszungen"

Kirchenmusikwoche in Erkelenz: Gesang „mit Engelszungen"

Das Mittwochskonzert der 14. Erkelenzer Kirchenmusikwoche konnte trotz der Krankheit der Interpreten stattfinden.

Kantor Stefan Emanuel Knauer freut sich, das Konzert in der Mitte der Kirchenmusikwoche nicht absagen zu müssen, obwohl die angekündigten Interpreten krank wurden. „Es ist mir gelungen, ein gleichwertiges Konzert, sogar mit dem gleichen Titel „mit Engelszungen“ auf die Beine zu stellen,“ verkündet er stolz. Prof. Mechthild Georg und Konrad Suttmeyer, spragen kurzfristig ein und machten ein Programm mit demselben Titel möglich.

Das Konzert für Alt und Orgel begann mit Klängen von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem Allegro con brio der Sonate iV B-Dur op.65. Das Volumen des Instrumentes wurde im Altarraum der Kirche erlebbar.

Mit der Arie „Sei stille dem Herrn“ aus dem Oratorium „Elias“ op.70 desselben Komponisten, begann Prof. Mechthild Georg ihren Vortrag. Ihre kraftvolle Stimme erklang zu den nun zart gespielten Orgelklängen von Konrad Suttmeyer. Das Zusammenspiel der Beiden war gut aufeinander abgestimmt und offenbarte das breite Klangspektrum der Stimme von Mechthild Georg. Melodisch und weich legten sich die Töne des Andante religioso in den Raum und erreichten sanft die Ohren der lauschenden Zuhörer. Dem dann ein flottes Allegro folgte und die „Cantique de Jean Racine“ op.11 von Gabriel Fauré.

Der Titel des Konzerts erschloss sich den Besuchern am Ende mit Johannes Brahms’ „Vier ernste Gesänge op.121“. Der Liedtext verrät: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wär ich tönend Erz, oder eine klingende Schelle und wenn ich weissagen könnte, und wüßte alle Geheimnisse… und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.“

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In den Pausen hätte man Nadeln fallen hören können. Das Publikum lauschte gespannt und belohnte die Musiker mit reichlich Applaus. Es gab schließlich eine Zugabe.

Für die Kirchenmusikwoche hat Kantor Stefan Emanuel Knauer ein abwechslungsreiches Programm verschiedener Musikgattungen zusammengestellt. „Von romantischer Musik über Jazz ist alles dabei“, berichtet er.

Alle zwei Jahre findet die Woche der Kirchenmusik in Erkelenz statt. Nun wird bereits für 2020 geplant. „Es ist schon klar, dass das Mozart-Requiem mit dem Chor aufgeführt wird“, verrät Knauer. Da St. Lambertus 2020 renoviert werden wird, werden die Konzerte in den umliegenden Kirchen stattfinden. Etwa in Lövenich, das den nächstgrößten Kirchenraum besitzt. So werden die Zuhörer auch andere Orgeln und Raumakustiken kennenlernen.

Am Sonntag, 23. September, um 17 Uhr endet die 14. Kirchenmusikwoche in St. Lambertus Erkelenz mit einem Benefizkonzert für die neue Hauptorgel. Dabei wird die aus München stammende Jazzmusikerin Barbara Dennerlein an der Hammond- und Pfeifenorgel spielen. Der Eintritt beträgt 20 Euro (ermäßigt 17 Euro für Schüler/Studenten/Schwerbehinderte). Es gibt noch Karten an der Tageskasse.

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