Erkelenz: Kinderschutzbund noch professioneller

Erkelenz : Kinderschutzbund noch professioneller

Noch 2013 soll die Geschäftsstelle für den Kinderschutzbund Erkelenz realisiert werden. Am Konzept der Ausgestaltung wird gearbeitet.

Der Kinderschutzbund in Erkelenz stellt sich aller Voraussicht nach in diesem Jahr noch professioneller auf. Die Idee einer eigenen und zentrumsnahen Geschäftsstelle nimmt nun konkrete Formen an, wie der Vorstand berichtet.

Wenn alles gut läuft, soll noch dieses Jahr die feierliche Eröffnung stattfinden. Wie die genaue Ausgestaltung dann mal aussehen soll, darüber wollen sich die Akteure erst dann Gedanken machen, wenn die ganze Sache anläuft. Zahlreiche Gespräche und Telefonate, die Michael Kutz, den Vorsitzenden des Erkelenzer Kinderschutzbundes im Lauf der Zeit erreichten, bestärkten den Vorstand, über eine Geschäftsstelle nachzudenken.

Auch auf anderen Feldern war der Kinderschutzbund im vergangenen Jahr sehr aktiv, wie in der Mitgliederversammlung deutlich wurde. Beispielsweise mit dem Menschenkickerturnier hat der Kinderschutzbund viele Erkelenzer begeistert, die mit viel Freude an den bisherigen Turnieren teilgenommen haben. Stehen hier Spiel und Spaß im Vordergrund, so beschäftigen sich Michael Kutz, seine beiden Stellvertreterinnen Annegret Steingießer und Andrea Speder-Ostendorf sowie die weiteren Vorstandskollegen auf der anderen Seite auch mit einem sehr ernsten Thema, das Mitglied Frank Thiel angestoßen hat und aus dem eine Kooperation entstanden ist.

Thiel, Vorsitzender des Budo-Clubs Erkelenz, hat das sensible, aber sehr wichtige Thema sexueller Missbrauch von Kindern in Vereinen und den respektvollen Umgang miteinander angestoßen. Neben dem Kinderschutzbund machen auch das Jugendamt der Stadt Erkelenz und der Stadtsportverein mit. "Klar ist, dass das polizeiliche Führungszeugnis keinen hundertprozentigen Schutz bietet, aber es ist ein kleiner Baustein."

Derweil fügte Andrea Speder-Ostendorf hinzu: "Das Führungszeugnis ist nicht das Zentrum des Anliegens." Denn das soll sein, genauer hinzuschauen und im Bedarfsfall zu reagieren. Der der Auftrag aus der Mitgliederversammlung lautete denn auch, dass der Vorstand weiter aktiv bleiben und die Vereine in der Stadt Erkelenz über die Kooperation informieren soll .

An einem interessanten Projekt arbeitet Annegret Steingießer. Sie wird den Grundschulen den Walking-Bus vorstellen. Ausgehend vom NRW-Schulministerium geht es beim Walking-Bus darum, dass Kinder möglichst zu Fuß die Schule erreichen. Eltern sollen an bestimmten Punkten eine Art Haltestelle darstellen, um den Kindern Sicherheit auf dem Schulweg zu bieten. Annegret Steingießer will das Projekt möglichst flächendeckend etablieren, es stehen aber noch Gespräche aus.

Unterm Strich ist das Ziel des Kinderschutzbundes nach wie vor, Menschen zusammenzubringen, für Kinder und Jugendliche zu sprechen. "Dass wir die Dinge von vielen Seiten aus beleuchten, ist wichtig — so kommt man schneller ans Ziel", sagt Annegret Steingießer.

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