Kaulhausen: Grubenrandstraße und Parken im Ort

Kaulhausen in Sorge: Verkehr beruhigen, wenn Grubenrandstraße kommt

Im Frühjahr wird mit dem Bau der Grubenrandstraße zwischen Wanlo und Kaulhausen begonnen, sind die Landwirte informiert worden. Der für Kaulhausen zuständige Bezirksausschuss hat deshalb seine Forderung erneuert, in dem Ort eine Straßenverengung einzurichten, um das Durchfahrtstempo zu reduzieren.

„Es besteht somit eine Dringlichkeit, unserem Antrag vom Frühjahr zu folgen“, erklärte Ausschussmitglied Hans-Josef Pisters, und Hubert Fell ergänzte: „Sobald die Straße fertig ist, wird im Dorf nichts mehr gehen.“ Um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten, forderte der Ausschuss die Stadt Erkelenz erneut dazu auf, beim Kreis Heinsberg als Straßenbaulastträger auf die Umsetzung der Maßnahme hinzuwirken.

Ebenfalls mit dem Kreis Heinsberg sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW soll sich die Stadt Erkelenz über eine Sanierung des Fahrradwegs entlang der Kreisstraße 30 verständigen. Dies habe umgehend zu geschehen, forderte der Bezirksausschuss einstimmig. „Wir sind von Bürgern darauf angesprochen worden, dass sich der Fahrradweg an der unteren Grenze dessen bewegt, was in Erkelenz üblich ist und dass wir uns bitte für die Schadensbehebung einsetzen mögen“, erklärte Ausschussvorsitzender Hans Josef Dederichs.

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Als Ärgernis betrachtete der Bezirksausschuss in seiner jüngsten Sitzung außerdem, dass am Emissionsschutzwall, der das Dorf vom nahenden Tagebau Garzweiler II abschirmen soll, ein Biotop in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung angelegt werden soll. „Die Anwohner von Kaulhausen sind darüber bisher nicht informiert worden. So etwas muss aber abgesprochen werden“, merkte Dederichs an. Die betroffenen Anlieger würden ein Biotop ablehnen, das unmittelbar bis an ihre Grundstücke grenze. Dieser Meinung stimmte der Ausschuss zu und beauftragte die Stadtverwaltung, eine Klärung zwischen dem Tagebaubetreiber und den Anwohnern zu suchen. Des Weiteren wurde die Stadt Erkelenz dazu aufgefordert, in der nächsten Sitzung des Bezirksausschusses über folgende Fragen aufzuklären: Was hat das für die Flächen am Emissionsschutzwall bereits durchgeführte Flurbereinigungsverfahren ergeben, wie wird die Grubenrandstraße aussehen und wo soll der zwischen Kaulhausen und Venrath geplante Aussichtspunkt in den Tagebau liegen und wie soll dieser gestaltet werden?

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