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Katastrophenschutztagung in Erkelenz​: Auch Stadtarchiv trifft Krisenvorkehrungen​

Katastrophenschutztagung in Erkelenz : Auch Stadtarchiv trifft Krisenvorkehrungen

In der Erkelenzer Stadthalle sind Archivare aus dem ganzen Rheinland zusammengekommen, um über Katastrophenmanagement zu diskutieren. Auch Erkelenz hat bereits Schritte vorgenommen.

Katastrophen- und Krisenmanagement im Archivwesen war das zentrale Thema beim 55. Rheinischen Archivtag, den das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum organisiert. Bei der Fachtagung in der Erkelenzer Stadthalle waren etliche Fachleute des Archivwesens aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammengekommen. In seinem Grußwort hob Bürgermeister Stephan Muckel die Bedeutung der Archive hervor: „Das Bewahren der Erinnerung macht die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft erst möglich. Dazu leisten die Archive einen großartigen Beitrag.“

Der Schwerpunkt der Tagung lag angesichts der zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels in extremen Wetterereignissen, wie der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021, auf der Notfallprävention, die es als Daueraufgabe in den Gedächtniseinrichtungen zu verankern und mit den erforderlichen Ressourcen auszustatten gilt. Es wurden sowohl Potenziale beim Bau und Betrieb von Archiven als auch beim Aufbau kooperativer Strukturen in der Notfallprävention sowie der Rückbesinnung auf bewährte Sicherungstechniken für Archivgut thematisiert.

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„In der Öffentlichkeit sehr präsent sind Katastrophen wie der Einsturz des Kölner Stadtarchivs und die Jahrhundertflut im letzten Jahr. Aber auch geringere Schadensfälle können zur Vernichtung von bedeutsamen Archivalien führen“, sagte Stephan Muckel. Das Stadtarchiv Erkelenz sei von großen Katastrophen verschont geblieben, habe aber dennoch die permanente Aufgabe, Archivalien vor dem Verfall zu schützen und langfristig zu sichern.

Das Stadtarchiv Erkelenz erarbeitet zurzeit gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Archive im Kreis Heinsberg einen Vertrag über einem Notfallverbund. Zudem hat das Erkelenzer Stadtarchiv einen eigenen Notfallplan aufgestellt, was hinsichtlich der Größe nicht selbstverständlich ist. Eng eingebunden ist das Archiv auch in die Arbeit des neu gegründeten Digitalbeirats. Bei allen Digitalisierungsthemen ist eine gute Kommunikation zwischen IT-Fachpersonal und Archiv von großer Bedeutung, denn bei der Sicherung von Medien redet man in der IT-Fachwelt um Zeiträume von etwa fünf bis zehn Jahren, im Archiv hingegen von 500 bis 1000 Jahren.

(RP)