Karnevalszüge in Katzem, Kückhoven und Lövenich

Karnevalszüge in Katzem, Kückhoven und Lövenich : Steigende Teilnehmerzahlen

Bürgermeister Peter Jansen überrascht in Katzem als Hoppeditz. Oldtimerbus für Senioren in Lövenich unterwegs. Kückhoven feiert Tulpensonntag mit so vielen Jecken wie nie.

„Das Wetter ist, wie es ist“, meinte Wolli Conen, Präsident der KG Katzeköpp und Zugleiter, unbeeindruckt angesichts des Nieselregens zu Beginn des närrischen Umzugs durch Katzem. Er freute sich nicht nur über den großen Zug zu Ehren des Dreigestirns Prinz Guido I., Bauer Tobias Conen und Jungfrau Henrike, zu dem mehr als 20 Abteilungen an der Buschstraße Aufstellung nahmen, sondern auch über einen speziellen Hoppeditz, der den Umzug am Sonntagmorgen gemeinsam mit Hoppeditz Karl-Heinz Klein anführte. In den blau-weißen Stadtfarben mit einem leichten Katzemer Gelb aufgehübscht hatte Hoppeditz Peter das Erkelenzer Rathaus verlassen, um als gebürtiger Katzemer eine Zusage einzulösen. Er werde als Hoppeditz kommen, hatte Bürgermeister Peter Jansen bei der Proklamation des Katzemer Prinzenpaares verkündet.

Der Zugleiter registrierte außerdem mit Zufriedenheit, dass der Tulpensonntagszug in Katzem immer mehr Teilnehmer gewinnt. „In diesem Jahr gibt es fünf neue Gruppen unter den 20 Wagen und den drei Fußgruppen.“ Insbesondere freute er sich über die neue heimische Truppe vom Knorrspfad, die als schwarz-gelbe Honey Beats auftrat. Für einige Gruppen, wie die Landjugend Erkelenz oder die aus Ralshoven/Immerath, die aus dem Dschungelcamp ausgebrochen war, war Katzem eine Station auf ihrer närrischen Tour ebenso wie für die „Fischer op Jöck“, die mit ihrem Kutter noch in Niederkrüchten, Baal, Hückelhoven, Hilfarth und Gerderhahn anlegen.

Die Kückhovener Nachbarschaft der Kirchstraße widmete sich der Eiscreme, die an Zuschauer verteilt wurde. Foto: Ruth Klapproth

Die Honey Beats zog es bei ihrer Premierensession am Nachmittag zu den Freunden nach Lövenich. Dort hatte Zugleiterin Helga Mann bei Trockenheit keine große Müge, den Zug zu Ehren von Prinz Jürgen III. und Prinzessin Ute III. zu sortieren und in Gang zu bringen. 30 Abteilungen umfasste der Zug der Hoppesäck, der als „familienfreundlich“ gilt. Nicht nur die Kleinsten waren als Kamellesammler herzlich willkommen, auch an die Senioren war gedacht, die im eigenen Oldtimerbus unterwegs waren. Acht Prunkwagen zogen an den vielen Schaulustigen vorbei. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Prinzengefolge, das als „Butterfly“ in farbenprächtigen Kostümen vor dem Prinzenwagen unterwegs war. „Wir wollen nur spielen“, behaupteten die Königsberger, die wilden Kerle von Jonas Bendorf schlossen sich ihnen an. Holzfäller und die Hoppesäck-Piraten folgten ihnen, ehe das Immerather Prinzenpaar Arno II. und Kerstin II. auf sich und seinen Umzug am Rosenmontag aufmerksam machten. Nicht wegzudenken ist in Lövenich die Gruppe von Aribert Mathissen, das gilt auch für die Gruppe von Rita Eiden, die dieses Mal als „Nysterbächle Papageien“ unterwegs war. Auf die Bauaktivität im Ort wies Bob der Baumeister hin. Dieses Motto hatten sich Schützenbruderschaft und Freunde des Prinzen ausgedacht.

Viel Aufmerksamkeit erhielt beim Tulpensonntagzug in Lövenich das Prinzengefolge. Foto: Ruth Klapproth

Der Tulpensonntagszug der KüKaGe im benachbarten Kückhoven ist längst kein Geheimtipp mehr. Unaufhörlich strömten die Besucher in den Ort. „Sie wissen, dass es bei uns jedes Jahr mindestens fünf neue Prunkwagen gibt“, erklärte Präsident Norbert Müschen das jährlich wachsende Interesse. Die Gesellschaft kann sich halt auf die fünf Nachbarschaften in Kückhoven verlassen, die in jedem Jahr neue Mottowagen bauen. Das Kleinend kam als die Galaktischen, das Holzweilerend als Vogelscheuche, die Kirchstraße widmete sich Afrika und der Eiscreme „Prima Gelati“. Die Nachbarschaft Stülpend machte als Wickinger einen Abstecher in die Heimat. Die Nachbarschaft der Maar stellte in diesem Jahr den Prinzen und den Prinzenwagen. Insgesamt waren es 36 Abteilungen, die Zugleiter Marcus Schulz organisieren musste: „Viel mehr geht auch nicht. Sonst würde sich der Zug bei der Runde durch den Ort in den eigenen Schwanz beißen.“ Wie immer war zu Ehren der Kückhovener Tollitäten, Prinz Sascha I., Jungfrau Leonie I. und Bauer Jürgen I., eine große Gefolgschaft der EKG gekommen. Und auch viele Nachbarorte beteiligen sich umfangreich am Japstöck-Zug. Die Schäfer aus Kaulhausen, die Hippies aus Granterath oder Mary Poppins aus Matzerath kamen ebenso wie Lucky Luke aus Borschemich und Schneewittchen und die sieben Zwerge aus Tenholt.

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