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Karnevalsgesellschaft in Erkelenz trauert: Hans Kühle ist tot

Unerwarteter Todesfall : Hans Kühle im Alter von 76 Jahren gestorben

Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden, der sich zuletzt als Mitglied im Elferrat engagiert hat.

(cpas) Völlig unerwartet ist am Sonntag Hans Kühle im Alter von 76 Jahren verstorben. Kühle war jahrzehntelang Inhaber der Hirsch-Apotheke am Erkelenzer Markt sowie Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Nordrhein. Den Gewerbering Erkelenz prägte er als Vorsitzender ebenfalls mit. In der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) war Kühle bis zuletzt Mitglied des Elferrats.

„Wir sind schockiert und fassungslos. Am Morgen hatte Hans noch Brötchen geholt“, sagt Heinz Baltes, Vorsitzender der EKG und Kühles Nachbar. „Hans war ein sehr zurückhaltender, aber extrem kompetenter Mensch, der durch und durch Apotheker gewesen ist. Er war ein lustiger Geselle, der immer wusste, was in der Stadt los war. Er hatte immer das Ohr auf der Schiene.“ Kühle war seit 1973 EKG-Mitglied, von 1980 bis 82 führte er die Karnevalisten als Vorsitzender. Für seine Arbeit wurde er mit dem Verbandsorden und dem Verdienstorden in Silber vom Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise ausgezeichnet.

Als Apotheker war Kühle, der sich selber einmal als „Dinosaurier des Berufs“ bezeichnete, eine Institution. 35 Jahre lang engagierte er sich in der Kammer, fungierte als Apothekersprecher des Kreises Heinsberg, koordinierte und organisierte für zahlreiche seiner Kollegen. Die Hirsch-Apotheke, ein Familienunternehmen seit 1909, übergab er Ende 2016 an seine Nachfolgerin Jutta Pützhoven.

Zeitgleich wurde Kühle zum Vorsitzenden des Erkelenzer Gewerberings, den er einst als „Geburtshelfer“, wie er selber sagte, mit ins Leben gerufen hatte. Kühle kämpfte unter anderem dafür, dass in der Erkelenzer Innenstadt auch mit dem neuen Integrierten Handlungskonzept 2030 Parkplätze erhalten bleiben sollen, um den Einzelhandel zu stärken. 2020 stellte Kühle sich nicht mehr zur Wiederwahl.

„Hans hat sich in den letzten Jahren etwas zurückgezogen und wollte es ruhiger angehen lassen. Er war aber bis zuletzt sehr engagiert. Und wenn der Karneval durch die Stadt zog, war er sowieso immer mit dabei“, sagt Heinz Baltes.

(cpas)