Karneval in Keyenberg mit Grubenrandpiraten und Seitenhieben auf RWE Power

Karneval in Keyenberg : Grubenrandpiraten „außer Rand und Band“

In der Keyenberger Mehrzweckhalle waren die Piraten los und ließen bei ihrer inzwischen siebten Karnevalssitzung die Humorlosen über die Planke gehen.

Die Grubenrandpiraten aus Keyenberg hatten zu ihrer inzwischen siebten Karnevalssitzung eingeladen. Bei vollem Haus wurde mit Tanz und Witz unterhalten, doch konnte Wehmut nicht ganz verbannt werden. Den Anfang machte „Horst Schlemmer“, der berichtete, dass die Veranstaltung leider ausfallen müsse, weil der Statiker die Hallendecke für einsturzgefährdet halte. Gehen wollte aber trotzdem niemand, ganz im Gegenteil wurde nur noch lauter gejubelt und geklatscht.

Begrüßt wurden die Gastgesellschaften der KG Lövenicher Hoppesäck, KG Venroder Wenk, KG Immeroder Seckschürger und Karnevalsgesellschaft Bonnenbroich. Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) kam als Überraschungsbesuch und unterhielt mit ihrem Programm. Auch die Stellvertretende Bürgermeisterin von Erkelenz, Astrid Wolters, ließ sich den Spaß nicht entgehen.

Bei dieser Sitzung war nicht nur die Umsiedlung durch den Tagebau Thema, sondern auch die Verabschiedung des langjährigen Sitzungspräsidenten Markus Schippers, der genauestens über den Zeitplan wachte, während er durch die Veranstaltung moderierte. Sein Nachfolger ist Alexander Tetzlaff. Auch Prinzessin Nina I. (Klauth), die einige der auftretenden Tanzgruppen trainiert, und Prinz Marco I. (Lennartz) wussten sich auf der Bühne zu präsentieren und hielten die Närrinnen und Narren gemeinsam mit dem Kinderdreigestirn – bestehend aus Prinzessin Merle (Kremer), Jungfrau Mia (Wimmers) und Bäuerin Tabea (Schiffer) – im Zaum. Die Mädels des Kinderdreigestirns überzeugten auch bei ihren ­Tanzauftritten. Nach dem Auftritt der „Minis“ wünschte man sich eine Jukebox ins Wohnzimmer, und die Kindergarde navigierte sicher durch die sieben Weltmeere. Weitere Tänze gab es beim Männerballet „Die Pippi Devils“, der Tanzgarde der Großen Rheydter Prinzengarde, der Showtanzgruppe Revolution, der „Black Pearls“ und der Garde sowie des Männerballetts der Immeroder Seckschürger. Doch auch gelacht wurde viel.

Die Büttenrede vom Feuerwehrmann Ingo hielt einige Seitenhiebe gegen den Tagebaubetreiber RWE Power parat. Später wurde festgellt, dass man dort keine Arbeit bekommt, wenn man „Dräcksäcke“ falsch in der Anrede im Bewerbungsschreiben schreibt. Im „Dinner for Keyenberg“ räumten Alexander Tetzlaff und Marcel Breker noch einmal auf. Für Gänsehaut sorgte die Überraschung von Prinzessin Nina I., die „The MacKenzie Pipe Band“ organisiert hatte, einen Dudelsackspieler und einen Trommler. Die Gesangsgruppe Rawell ließ die Sitzung ausklingen.

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