Kamps GmbH nennt Erkelenz weiter einen spannenden Standort

Erkelenz und Kamps im Dialog : Großbäckerei kommt vielleicht doch

Die Kamps GmbH nennt Erkelenz weiterhin „einen sehr spannenden Standort“ und bestätigt wie Bürgermeister Peter Jansen, im Dialog zu sein. 2017 hatte die Großbäckerei von ihrem angekündigten Umzug von Schwalmtal nach Erkelenz bis auf Weiteres Abstand genommen.

Aufhorchen lassen hat ein Nebensatz von Bürgermeister Peter Jansen beim Neujahrsempfang. Dort sprach er „die verschobene Ansiedlung der Firma Kamps“ an – und tatsächlich bestätigt das in Schwalmtal ansässige Unternehmen jetzt, dass „Erkelenz weiterhin ein sehr spannender Standort für den Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes“ bleibe.

Rückblende: Einen hohen zweistelligen Millionenbetrag wollte das Bäckereiunternehmen Kamps im Gewerbegebiet Gipco an der Bundesstraße 57 investieren, hatte es im März 2017 geheißen. Die GmbH wolle in Erkelenz expandieren und 2018 mit rund 420 Mitarbeitern herziehen. Vorgesehen hatte die Stadt Erkelenz dafür die nächste Erweiterungsfläche des Gipco, doch hatte die Kamps GmbH dann kurz vor Weihnachten 2017 unter der Überschrift „Standort Schwalmtal bleibt erhalten“ veröffentlicht, dass sie vom geplanten Umzug nach Erkelenz bis auf Weiteres Abstand nimmt. Grund für diese Entscheidung sei eine Veränderung der Investitionsprioritäten der Eigentümer, hieß es in einer Pressemitteilung.

Inzwischen hat die Stadt Erkelenz für die Gewerbegebietsfläche an der B 57 umgeplant, so dass in etwa einem Jahr im hinteren Teil kleinere Betriebe angesiedelt werden können. Der Spatenstich zur Erschließung ist, wie berichtet, im Dezember erfolgt. RWE Power ist dafür als Grundstückeigentümer zuständig und bemüht sich in Absprache mit der Stadt Erkelenz auch um die Ansiedlung neuer Betriebe.

Dennoch verbleibt eine etwa 65.000 Hektargroße Fläche im vorderen Teil, für die noch keine konkrete Nutzung vorgesehen ist. Bürgermeister Peter Jansen erklärt dazu auf Nachfrage unserer Redaktion: „Sie wäre ideal, um dort einen Großbetrieb anzusiedeln. Das könnte Kamps werden. Wir stehen aber auch mit zwei oder drei anderen Interessenten im Gespräch.“ Wie realistisch es sei, dass die Großbäckerei doch noch nach Erkelenz komme und mit welchen Unternehmensteilen, könne er schwer einschätzen. Wichtig sei ihm aber, dass „wir weiterhin in Kontakt sind. Im Sommer 2018 hatte es ein Treffen gegeben, und für Februar ist ein Telefontermin vereinbart.“ Grundsätzlich freue ihn aber auch, dass verschiedene Unternehmen Erkelenz mit seinen Potenzialflächen in den Blick genommen hätten.

Wie sich das Interesse der Kamps GmbH, die zur französischen Le Duff Gruppe gehört, an Erkelenz momentan beschreiben lässt, teilt auf Anfrage eine Unternehmenssprecherin mit: „Trotz unserer Ankündigung von 2017, vorerst in Schwalmtal zu verbleiben, sind wir weiterhin nicht abgeneigt, in der Zukunft unseren Firmensitz zu verlegen. Dabei bleibt Erkelenz für uns weiterhin ein sehr spannender Standort für den Neubau unseres Produktions- und Verwaltungsgebäudes, und wir sind hierzu weiterhin mit der Stadt Erkelenz im Dialog. Allerdings können wir aufgrund der laufenden Gespräche derzeit noch keinen genauen Zeitpunkt oder Details bezüglich des eventuellen Umzuges nennen.“

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