Erkelenz: "Jedermann" eröffnet in der ehemaligen "Orangerie"

Erkelenz: "Jedermann" eröffnet in der ehemaligen "Orangerie"

Silvia, Thomas und Jörg Brinkmann bauen seit dieser Woche die einstige Kult-Kneipe am Johannismarkt, kurz "die O", um. Sie freuen sich, bald viele Gäste begrüßen zu dürfen.

Die "Orangerie" ist Vergangenheit, das "Jedermann" soll die Zukunft sein. Einen konkreten Termin, wann diese Zukunft beginnen soll, kann Silvia Brinkmann indes nicht nennen. "Es wird wohl Mitte bis Ende Juni werden", meint die Frau, die gemeinsam mit den Geschäftsführern Thomas und Jörg Brinkmann das "Jedermann Erkelenz" betreiben wird. Heimisch wird die neue Erlebnisgastronomie in bekannten und beliebten Räumen am Johannismarkt; und zwar in denen der früheren "Orangerie", kurz nur "O" genannt, die im September 2017 für immer ihre Pforten schloss. Nunmehr haben die beiden Brüder Brinkmann das Gebäude gemietet und wollen ihm wieder gastronomisches Leben einflößen.

Am Montag haben die Abriss- und Umbauarbeiten begonnen. Es gibt eine Generalüberholung der Räume. "Neue Möbel, eine modifizierte Struktur in der Anordnung und eine veränderte Theke sollen ebenso wie Farben eine neue Frische in die Räume bringen", erläutert Silvia Brinkmann. "Wir wollten einen klaren Schnitt machen und haben uns daher für einen neuen Namen entschieden." Statt der "O" gibt es demnächst das "Jedermann".

Am Angebot werde sich nicht viel ändern, sagt Silvia Brinkmann. Getränke und Speisen für jeden Geldbeutel sollen von 9.30 bis 22 Uhr angeboten werden. Veranstaltungen sind geplant, obendrein soll das Obergeschoss wieder genutzt werden. "Ob dauerhaft oder für Feiern, das wird sich ergeben", sagt die Frau, die aus Mönchengladbach stammt und noch eine Werbeagentur im Sauerland betreibt. "Letztendlich wird das Publikum entscheiden, welches Programm wir anbieten." Aber sie ist ebenso wie die Brüder zuversichtlich, dass das "Jedermann" seine Gäste finden wird. "Wir wurden mit offenen Armen in Erkelenz empfangen", stellt Thomas Brinkmann erfreut fest. Bei der Stadtverwaltung ebenso wie bei vielen Handwerkern und Passanten wurde ihnen viel Sympathie entgegengebracht. "Ich habe das Gefühl, die Menschen hier warten richtig darauf, dass wir diese Gaststätte eröffnen", sagt der Mann, der schon seit Jahrzehnten im gastronomischen Gewerbe zu Hause ist und der von Silvia Brinkmann überzeugt wurde, sich am "Jedermann" zu beteiligen.

  • Erkelenz : Erkelenz heißt Möhnelenz

"Ich wollte nach 20 Jahren zurück in meine Heimat. Oft war ich Gast in der 'O' und habe mich dort immer wohl gefühlt. Als ich hörte, dass sie geschlossen hat, habe ich angefragt und vom Vermieter den Zuschlag für die Räume bekommen", schildert sie die Beweggründe. Ihr Ex-Mann Thomas Brinkmann war schnell für den Plan gewonnen.

"Ein Anfänger würde hier scheitern", meint Thomas Brinkmann nüchtern. Zum einen der umfangreiche Umbau, zum anderen aber auch das Angebot an Speisen, Getränken und Veranstaltungen braucht schon einen erfahrenen Betreiber. Er geht das Projekt mit der Gelassenheit eines erfahrenen Wirtes an und weiß mit seinem Bruder und Silvia Brinkmann die richtigen Partner an Bord. "Jetzt fehlen uns nur noch Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit", sagt Silvia Brinkmann und verweist auf das große Schild im Fenster mit den erforderlichen Informationen.

In gewisser Weise scharren die Drei mit den Hufen und warten darauf, tatsächlich die Eröffnung verkünden zu können. "Wir wollen, und unsere Gäste sollen sich wohlfühlen", nicht mehr und nicht weniger erwartet Silvia Brinkmann.

(kule)