Erkelenz: Interesse an zwei Flächen

Erkelenz: Interesse an zwei Flächen

Die nächsten Umsiedler für den Braunkohlentagebau brachten am Samstag in Keyenberg zum Ausdruck, dass sie sich einen neuen Ort bei Schwanenberg oder Borschemich (neu) vorstellen können. Der Bürgerbeirat greift das auf.

Ein in zwei Punkten klares Meinungsbild hat das abschließende Forum zur Suche eines Umsiedlungsstandortes für Keyenberg, Kuckum, Berverath, Ober- und Unterwestrich ergeben. Am Samstagmittag zeigte sich, dass es unter den insgesamt sieben seit Februar diskutierten Suchräumen welche gibt, die auf größeres Interesse stoßen, und andere, bei dem dieses kleiner ist. Die künftigen Umsiedler für den Braunkohlentagebau Garzweiler II, die in die Keyenberger Mehrzweckhalle gekommen waren, trafen keine Wahl. Das ist wichtig zu wissen. Sie gaben dem Bürgerbeirat als ihrer Interessenvertretung aber eine Entscheidungshilfe, mit welchen Suchräumen am 25. November in die Wahl gegangen werden könnte. Abschließend erklärte Beiratssprecher Hans-Willi Peters: "Der Bürgerbeirat schlägt vor, nur die Suchräume Schwanenberg und Erkelenz-Nord, bei Borschemich (neu) gelegen, zur Wahl zu stellen." Darüber werden nun die Gremien des Erkelenzer Stadtrats beraten und beschließen.

Foto: Laaser, Jürgen

Lob für neutrale Stadtplaner

Foto: Günter Passage

Bis Juni war in monatlichen Treffen der zukünftigen Umsiedler ein Leitbild erstellt worden, was ihnen wichtig ist, am neuen Ort vor- oder wiederzufinden. Und es waren die sieben möglichen Orte bei Busexkursionen besichtigt worden. Abschließend stellten die beteiligten Stadtplaner aus Aachen, Uli Wildschütz und Professor Rolf Westerheide, am Samstag noch einmal alle Suchräume vor, sowohl mit deren Stärken als auch Schwächen. Sie erklärten planerische Möglichkeiten für eine Umsiedlung in Nachbarschaft zu Venrath (Ost und West), Kückhoven (Nord und Süd), Schwanenberg, Oerath sowie Erkelenz-Nord/Borschemich (neu). "Wir möchten die Planer und deren Arbeit loben", erklärte Hans-Willi Peters für den Bürgerbeirat. Sie hätten sich neutral allen Suchräumen genähert und diese auch so den Menschen präsentiert. Auf größeres Interesse stießen dabei letztlich Schwanenberg und Borschemich (neu). Rote Punkte konnten die Besucher der Veranstaltung auf Plakate mit den sieben Vorschlägen kleben. Nur ganz wenige Taten das bei Kückhoven und Venrath. Die abschließende Standortwahl findet am 25. November statt. Sie wird organisiert wie eine Kommunalwahl. Wahlberechtigt sind aus den fünf Orten alle gemeldeten Personen ab 16 Jahren. Es wird in Keyenberg ein zentrales Wahllokal geben, auch ein Fahrdienst dorthin wird eingerichtet. Briefwahl ist ebenfalls möglich.

Jeweils an einem Samstagvormittag wurden von Februar bis Juni mögliche Flächen für eine Umsiedlung der Menschen aus Keyenberg, Kuckum und Umgebung bei Kückhoven (oben), Venrath, Borschemich (beides Mitte) sowie Schwanenberg und Oerath besichtigt. Anschließend wurde in der Keyenberger Mehrzweckhalle weiter diskutiert. Foto: Laaser (3)/Passage (Archiv)

Info-Veranstaltung vor der Wahl

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Bevor es so weit ist, werden die Wähler auch noch per Post über das Verfahren unterrichtet. Zudem sind sie von der Bezirksregierung Köln für den 14. November eingeladen, sich ab 19 Uhr in der Keyenberger Mehrzweckhalle über die Wahl informieren zu lassen. Nach der Wahl, am 28. November ab 19 Uhr, wird es dort eine weitere Informationsveranstaltung zu den Ergebnissen der Standortwahl geben.

Bisherige Berichte zu den Suchraum-Foren finden Sie im Internet unter:

www.rp-online.de/erkelenz

(RP)
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