Initiative "proud to care" mit Hastenraths Will in Pro Seniore Residenz Erkelenz

Pro Seniore Residenz Erkelenz : Stolz über die Pflege berichten

In der Pro Seniore Residenz in Erkelenz wurde der Auftakt zur bundesweiten Initiative „proud to care“ zelebriert. Hastenraths Will erklärte, warum es so wichtig ist davon zu erzählen, dass sich Gutes tun gut anfühlt.

Zu einer Betriebsversammlung der besonderen Art hatten sich viele der rund 125 Mitarbeiter der Pro Seniore Residenz am Karolingerring versammelt. Es ging nicht darum, Wissen zu erhalten oder über betriebliche Dinge informiert zu werden, sondern bei Essen und Trinken für sich und seinen Beruf im Pflegebereich zu werben. „Proud to care“, heißt das Motto: „Stolz zu pflegen“.

Stolz und glücklich zu sein auf das, was man als Pflegekraft Tag für Tag leistet – dieses Selbstbewusstsein solle mit „proud to care“ gestärkt werden, erklärte Jutta Lauterbach, die Leiterin der Residenz. Das gelte für die Mitarbeiter, die bereits in der Pflege arbeiten, genauso wie für diejenigen, die sich mit einem Einstieg oder einen Wiedereinstieg in einen Pflegeberuf beschäftigen. „Ziel dieser Aktion ist es, die öffentliche Wahrnehmung auf das zu lenken, was Pflege auch ist: ein anspruchsvoller, zukunftssicherer und schöner Beruf mit vielen Karrierechancen.“ Das Thema Pflege sei zwar in aller Munde. Dabei würden aber oft die negativen Aspekte in den Vordergrund gestellt.

Als ausgewiesenen Fachmann für das Darstellen komplizierter und komplexer Sachverhalte und Lebenssituationen, wozu die Betreuung pflegebedürftiger Menschen zweifelsohne gehört, hatte Jutta Lauterbach, Hastenraths Will hinzugezogen. Der charismatische Landwirt aus Saffelen erläuterte wortgewandt, aber auch mit nachdenklichen Zwischentönen, die Situation in Pflegeheimen und die schwierigen Arbeitsverhältnisse des Pflegepersonals. Alle wollen Pflege, aber niemand wolle sie machen, meinte er zum „gut gelaunten Personal, was für die gute Stimmung im Hause spricht.“

Man müsse sich nicht dafür schämen, wenn man anderen helfe. Deshalb sollten die Pflegekräfte „raus gehen und von ihren Berufen erzählen.“ Der Einzelne bekomme zwar in der Regel nicht viel Dank für seine Arbeit und werde immer mit negativen Erlebnissen belastet, aber niemand solle sich davon abbringen lassen, gerne zu pflegen. Der launische Referent hatte sich bestens über die Residenz informiert, in der es nicht nur einen Therapiehund gebe sowie eine volle Auslastung herrsche, sondern auch die Zahl der examinierten Pflegekräfte weit über den gesetzlichen Erfordernissen liege und in der zehn Auszubildende den Pflegeberuf erlernen. Ein Azubi sei quasi ein „Seniorenstift.“

Der Pflegende von heute sei der Gepflegte von morgen, meinte Hastenraths Will. Er regte an, die Pflegeheime sollten für ihre Mitarbeiter Bonuspunkte verteilen, durch die sie im Alter schneller einen Pflegeplatz erlangen könnten. Aber so weit sind die aktuellen Mitarbeiter von Pro Seniore nicht. „Es ist ein tolles Gefühl, anderen Menschen, ob alt oder krank, zu helfen.“ Das tolle Gefühl, etwas Gutes zu tun, sollten alle Mitarbeiter, so das Fazit der Betriebsversammlung, hinaustragen in die Gesellschaft und auf diese Weise für sich und ihre Berufe werben.

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