Initiative „Alle Dörfer Bleiben!“ plant Sternmarsch am 23. März in Erkelenz. Polizei erwartet 3000 bis 4000 Teilnehmer

Gegen den Braunkohlenabbau : Sternmarsch: Polizei erwartet bis zu 4000 Demonstranten

Um gegen das Abbaggern von weiteren Dörfern für den Braunkohleabbau in Deutschland zu demonstrieren, ruft die Initiative „Alle Dörfer Bleiben!“ für Samstag, 23. März, zu einem Sternmarsch aus den Dörfern am Tagebau Garzweiler auf, der Keyenberg zum Ziel hat.

Die Organisatoren rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmern aus ganz Deutschland, kündigen sie in einer Pressemitteilung an. Die Kreispolizei Heinsberg erwartete ebenfalls 3000 bis 4000 Teilnehmer an dem Sternmarsch. Darüber hinaus sind bei ihr zwei weitere Demonstrationen angemeldet, eine von der Gewerkschaft IG BCE und eine weitere von Anwohnern aus Keyenberg.

Mit dem Sternmarsch soll für den Erhalt von Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath demonstriert werden. Die bundesweite Initiative „fordert damit auch, dass alle von Abbaggerung betroffenen Siedlungen und Orte im Rheinland, Leipziger Land und der Lausitz bestehen und lebenswert bleiben, wie es nach den Empfehlungen der Kohlekommission möglich ist.“ Dies sei „ein wichtigen Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit“, erklären die Organisatoren.

Um 14 Uhr sollen sich am nächsten Samstag Demonstrationszüge ab Kaulhausen, Wanlo, Holzweiler, Berverath, Immerath, Kuckum, Unterwestrich und Erkelenz in Bewegung setzen. Ab Horrem (10 Uhr) und Mönchengladbach (13 Uhr) werden Fahrraddemonstrationen angekündigt, außerdem soll es laut „Alle Dörfer Bleiben!“ eine Aktion geben, „um zu verdeutlichen, dass sowohl alle Dörfer als auch der Hambacher Wald erhalten werden müssen und können“. In Keyenberg sollen alle Züge des Sternmarschs gegen 16.30 Uhr zu einer Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen und musikalischem Programm zusammenkommen.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass die „Dorfgemeinschaft Keyenberg“ eine Demonstration angemeldet habe. Das ist falsch - es handelt es sich um Anwohner aus Keyenberg.

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