In Erkelenz-Kuckum wurde die letzte Fronleichnamsprozession begangen

Umsiedlung wegen Tagebau Garzweiler II : Letzte Fronleichnamsprozession in Kuckum

Eine besondere Messe wurde am Fronleichnamstag in Kuckum gefeiert. Tradition soll im Umsiedlungsort fortleben.

Gemeinsam mit Bruderschaftsabordnungen und Besuchern aus Keyenberg, Venrath und Holzweiler zog in dieser Woche die letzte Fronleichnamsprozession durch Kuckum. Da die Kuckumer Kirche die rund 250 Christen nicht aufnehmen konnte, hatten Ortsausschuss und St.-Antonius-Bruderschaft ein Festzelt auf der Festwiese am Wilhelm-Ohlert-Weg errichtet.

Pfarrer a. D. Georg Neumann zelebrierte dort eine feierliche Messe, die geprägt war von der Liebe zur Heimat und zur Erde, in der viele der Gläubigen tief verwurzelt sind. Bei der anschließenden Prozession zu den drei Wegekreuzen in Kuckum, die von den Eigentümern und den Nachbarschaften mit Blumen festlich geschmückt worden waren, wurde an die Geschichte der Kreuze und ihrer Bedeutung erinnert. Eine besondere Bedeutung hatten dabei auch die Kommunionkinder der vier Dörfer, die fest in die Gestaltung der Prozession eingebunden waren.

Nach der Prozession lud die Bruderschaft die Gläubigen dann zu einem musikalischen Frühschoppen auf der Festwiese ein. Der Mitmachzirkus Avantas verblüffte dabei mit Akrobatik und gestaltete gemeinsam mit den Kindern ein spannendes Unterhaltungsprogramm.

Die Bruderschaft und der Ortsausschuss Kuckum werden sich aktiv dafür einsetzen, so wurde noch einmal betont, dass alle drei Wegekreuze mit an den neuen Umsiedlungsstandort genommen werden können und die Tradition der Fronleichnamsprozession durch die Umsiedlung des Dorfes nicht beendet wird.

(RP)
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