Erkelenz: Immerath lädt zum Abschluss der Umsiedlung ein

Erkelenz: Immerath lädt zum Abschluss der Umsiedlung ein

Beim Umsiedlungsabschlussfest in Immerath (neu) wird am Samstag der Marktplatz eingesegnet und die neue Chronik vorgelegt. Show-Highlights mit "Queen Kings".

Weit bevor am 20. Januar 2006 der erste Spatenstich erfolgte im neuen Erkelenzer Stadtteil Immerath (neu), der im Norden an Erkelenz-City, im Westen an Bellinghoven, im Süden an den Wahnenbusch und im Osten an Kückhoven grenzt, beschäftigten sich die Menschen im ehemaligen Heimatdorf Immerath (inzwischen mit dem Zusatz "alt" versehen), wozu in einem Atemzug auch die Ansiedlungen Lützerath und Pesch genannt wurden, mit der Umsiedlungsproblematik: Über Jahrzehnte rückten die riesigen Braunkohlebagger von Rheinbraun (jetzt RWE Power) näher - zunächst nur in Gedanken, dann in Beschlüssen, schließlich von Jahr zu Jahr bis Tag für Tag in Realität, da stand plötzlich der Bagger vor der Tür. Und am nun anstehenden "langen Wochenende" wollen die Immerather ein Fest feiern, das ganz sicher als Highlight in die Dorfchronik-neu eingehen wird. Kombiniert wird das Umsiedlungs-Abschlussfest mit der feierlichen Einweihung des Markplatzes im Herzen von Immerath-neu, unmittelbar gegenüber von St. Lambertus-Kapelle und Kaisersaal gelegen. Offizielle Einlader für den Festakt im großen Festzelt am Samstag, 29. April, 15 Uhr, sind Heike Heyll für die KG Immeroder Seckschürger, Jörg Thiede für den Sportverein Immerath, Wolfgang Steike für die St. Sebastianus Schützenbruderschaft sowie Elisabeth Mayers-Beecks und Erik Schöddert aus dem Bereich Umsiedlung bei der RWE Power AG. Sprechen werden Bürgermeister Peter Jansen, Gisela Berger als Vorsitzende des Bürgerbeirats sowie Elisabeth Mayers-Beecks (RWE Power). Schließlich wird Historiker Dr. Peter Staatz (Merzenich-Golzheim) aus der von ihm verfasst und redigierten Immerather Dorfchronik lesen, womit er für die Annäherung an die Übergabe des Marktplatzes sorgen wird.

Dort ist auf dem mit rotem Klinker gestalteten Dreieck der von der Familie Krapoll gestiftete Mühlstein der Mittelpunkt. Enthüllt werden auf drei abgeschrägten Mauersäulen nicht nur Gedenkplatten mit der Ortsgeschichte, sondern auf separaten Stelen von dem Berverather Künstler Michael Franke die im Wachsausschmelzverfahren gestalteten Bronzeskulpturen Immeroder Seckschürger, Immerather Dom und Immerather Mühle. Schließlich sollte auch der ebenfalls zu enthüllende Ständebaum ein Blickfang sein, auf dem sich Immerather Vereine und Firmen darstellen. Abgerundet wird der Festakt dann mit einer Cafeteria im Festzelt, in der sich mancher Gast auch in einer Bilder- und Videodokumentation erkennen dürfte.

  • Erkelenz : Mühlentag in Immerath (alt)

"Das ist dann wieder solch ein Moment, in dem sich nach teils sehr schwierigen Zeiten inzwischen ein gelungenes Miteinander als Glücksfall der Umsiedlung präsentiert", wie Jörg Thiede (SV Immerath) festgestellt hat, der mit Wilfried Göres (Bruderschaft), Michael Jansen (Seckschürger) und PWE Power seit vier Jahren maßgeblich in der Vorbereitung auf dieses Festwochenende steckt, "das sich allerdings unbedingt auf sehr viele Schultern verteilt". Ein Showprogramm der Extraklasse bietet am Freitag (ab ca. 21 Uhr) die bekannte Queen-TributeBand "Queen Kings". Bereits ab 19.30 Uhr werden "Kover on" einheizen. Zum Ausklang des Abends legt DJ "To-de-Jan" auf. Für diesen Leckerbissen wurden bereits 500 Karten im Vorverkauf (bei Immerather Vereinen, Friseursalon Klaudia, Pizzeria La Piccola, Friseursalon Sahneschnitte) abgesetzt. Es gibt noch wenige Karten für 14 Euro.

Am Samstag spielt ab 19 Uhr die Tanzband "Allegro". Dazu ist der Eintritt frei, wie übrigens auch tags darauf (30. April) ab 20 Uhr beim Tanz in den Mai, dem ab 19 Uhr das Aufsetzen des Maibaums vorausgeht. Im Verlauf des Abends wird auch die Maikönigin 2017 gewählt.

(hg)