Erkelenz: Im Alter würdig leben können

Erkelenz : Im Alter würdig leben können

Seit ihrer Gründung 2007 gehört Wolfram Steinhage der Partei Die Linke an (2005 war er Mitgründer der WASG - Die Wahlalternative im Kreis Heinsberg), wurde als erster Sprecher der Partei im Kreis Heinsberg gewählt und leitete den Kreisverband vier Jahre. Im gleichen Jahr war er Ratsmitglied und Bürgermeisterkandidat in Wassenberg. Rentenpolitik ist ein Schwerpunkt: "Schluss mit Altersarmut: solidarische Mindestrente von 1050 Euro, niedrige Löhne in der Rente aufwerten, gleiche Renten in Ost und West." Steinhage plädiert dafür, ab 65 abschlagsfrei sowie mit 60 bei 40 Beitragsjahren in Rente gehen zu können. Zeiten der Erwerbslosigkeit, Kindererziehung und Pflege müssten besser abgesichert sein, damit sie nicht zu Armutsrenten führen: "Jeder sollte würdig im Alter leben können und nicht zur Tafel gehen müssen." Der Computertechniker (62) setzt sich für die Wiedereinführung der Vermögensteuer ein und für mehr Geld für die Bildung: "Wir fordern sofortige Aufstockung öffentlicher Ausgaben für Bildung um jährlich mindestens 40 Milliarden Euro. Dieses Geld ist dringend nötig, um Finanzierungslücken zu schließen." Zugang zu Bildung dürfe nicht von der Finanzkraft der Eltern, Kommune oder des Landes abhängig sein. Jede und jeder müsse sich umfassend bilden, individuell entwickeln, an der Gesellschaft teilhaben können: "Gebühren haben in der Bildung nichts zu suchen. Keine Gebühren von der Kita bis zum Studium."

Wolfram Steinhage lebt getrennt als alleinerziehender Vater eines 16-jährigen Sohnes. Hobbys sind Wandern und Square Dance bei den Silver Wings Heinsberg.

(RP)
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