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Hückelhoven: Rur in Flammen ganz coronakonform - und trotzdem ein Erfolg

Konzert in Hückelhoven : Rur in Flammen ganz coronakonform - und trotzdem ein Erfolg

Die Mönchengladbacher Partyband Just:is begeisterte 450 Besucher in Hilfarth. Die Feiersehnsucht konnte man sowohl Fans als auch der Band deutlich anmerken.

(dg) Dass sie neun Monate nicht geprobt und seit Dezember 2019 keinen einzigen Auftritt mehr hatten, merkte man den Bandmitgliedern von Just:is gar nicht an. Rund drei Stunden hielten sie ihr begeistertes Publikum an der Rurbrücke in Atem. Und es war fast wie vor Corona. Im ausverkauften Partyzelt auf dem Festplatz Sodekamp-Dohmen feierten 450 Besucher mit, als Sodekamp-Chef Frank Dohmen nach zwei Jahren Zwangspause seit dem Sommer 2019 endlich wieder zum beliebten Open-Air-Festival Rur in Flammen eingeladen hatte, das diesmal im großen Zelt über die Bühne ging.

Für die bekannte Formation, die sich selbst als „Hausband von Borussia Mönchengladbach“ bezeichnet, wurde der Abend zum furiosen Erfolg. Es schien, als wäre der Knoten geplatzt, die lange Zeit im Lockdown ohne Auftritts- und Probemöglichkeiten nun endlich vorbei. „Unser Probenraum ist nicht groß genug, wir hätten die Abstände nicht einhalten können“, verriet Just:is-Sänger Reiner Jennißen in einer der kurzen Pausen hinter der Bühne. „Einmal haben wir uns so getroffen, ohne zusammen zu spielen, ansonsten Kontakt gehalten über Handy und unsere WhatsApp-Gruppe.“

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In den nächsten Monaten hat die Band aus der Vitusstadt erstmal keine weiteren Engagements. „Man muss sehen, wie es weitergeht. Für Ende des Jahres haben wir vielleicht wieder was“, erzählte Bassist Martin Grund, der neu zur Band gestoßen ist. Während die Gäste, die am Eingang negative Corona-Tests, vollständige Impfpässe oder Genesenenbescheinigungen vorzeigen mussten, in kleinen Gruppen an den Tischen unter sich blieben, ließen es die sechs Bandmitglieder auf der Bühne so richtig krachen. „The time of my life“, die beliebtesten Songs von Pink und Coldplay, Mark Forsters großer Hit „Ich lass‘ Konfetti für dich regnen“ - der abwechslungsreiche musikalische Querschnitt, den die Partyband mitgebracht hatte nach Hilfarth, kam an bei den Gästen in Feierlaune, die mitsangen, schunkelten, ihre Arme hochreckten oder ein bisschen allein tanzten.

Nur noch 450 statt wie früher mehrere Tausend hatten Eintrittskarten für die Sause ergattern können. Auf das traditionelle Höhenfeuerwerk, das dem Konzertabend seinen Namen gab, musste sogar komplett verzichtet werden. „Hier im Zelt ist das ja leider nicht möglich, aber wir sind froh, endlich wieder Rur in Flammen veranstalten zu können“, sagte Gastgeber Frank Dohmen, der von Vater Heinz unterstützt wurde. „Wir freuen uns, denn wir können endlich wieder das machen, wofür wir da sind“, strahlte Frontmann Reiner Jennißen nach dem gelungenen Auftritt glücklich. Und: „Das Publikum war toll. Es gab eine enorme Lust, endlich wieder ein Stück Freiheit zu genießen. Den Leuten hat was gefehlt.“