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Erkelenz: Hommage an einen großen Entertainer

Erkelenz : Hommage an einen großen Entertainer

Mit ihrer Show "A Tribute to Freddie Mercury" ließ die Formation Q-Revival-Band um Sänger Harry Rose und Gitarrist Stefan Pfeiffer diesen Mythos in der Erkelenzer Stadthalle wieder aufleben. 400 Queen-Fans waren begeistert.

Er war einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre. Berühmt wurde Freddie Mercury als Leadsänger der Rockband Queen, für die er Welthits wie "We Are the Champions" und "Bohemian Rhapsody" komponierte. Sein Tod 1991 bestürzte die internationale Musikszene. "Are you ready for Rock 'n' Roll?", rief Rose zu Konzertbeginn und die 400 gespannten Queen-Fans reagierten jubelnd.

Das erste Lied ("Made in Heaven") wusste noch nicht ganz zu überzeugen, aber nach "Tie Your Mother Down" war klar: Hier sind wahre Meister am Werk. Harry Rose als Freddie Mercury begeisterte nicht nur optisch mit nach hinten gegelten Haaren, Schnauzer und extravaganten Bühnenoutfits, vor allem seine Stimme ließ das Publikum toben — mit kleinen Fehlern, aber einfach gewaltig und "zum Gänsehaut kriegen".

Nicht ganz so überspannt wie Mercury selbst, aber dafür umso sympathischer, interagierte Rose mit den Zuschauern und forderte sie immer wieder zu den bekannten, kleinen Gesangsduellen auf. Gitarrist Stefan Pfeiffer machte seinem Vorbild Brian May sowohl durch seine Lockenpracht als auch durch seine Fertigkeiten am Instrument Konkurrenz, die er bei einem minutenlangen Solo unter Beweis stellte.

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Bunte Scheinwerfer, fluoreszierende Farben auf der Leinwand und jede Menge Rauchschwaden durften bei einem Queen-Konzert selten fehlen, und so war auch die Bühnenshow der "Q-Revival-Band" authentisch. Das Publikum nutzte es aus, dass vor der Bühne auf Bestuhlung verzichtet worden war, und rockte und tanzte mit. Dabei stand die Überzahl der "Ü45"-Jährigen in nichts den Jüngeren nach, die Queen wohl nur noch aus Erzählungen und von Musikaufnahmen kennen.

Die Zuschauer, die einen Sitzplatz oben auf dem Balkon im "Gepäcknetz" hatten, warfen manchen neidischen Blick nach unten. Die lockere Atmosphäre hatte auch seine Kehrseite: Das ständige Auf- und Zugehen der Türen, um Getränkenachschub im Foyer zu holen, störte besonders bei den ruhigen Liedern, die Harry Rose alleine am Piano interpretierte.

Max Schmidt aus Erkelenz (24), seit acht Jahren Queen-Fan, sagte nach dem Konzert enthusiastisch: "Ich war am Anfang skeptisch, auch noch beim ersten Lied. Aber danach ging es ab, wie man es von Videos von Freddie Mercury kennt." Das Ende der fast dreistündigen Show, nach Powerballaden und Rockhymnen wie "Who Wants To Live Forever" und "We Will Rock You", ließen die Zuschauer erst nach vier Zugaben zu. Rose — stilecht mit Hermelinmantel und Krone — und seine Musikerkollegen wurden tosend verabschiedet.

(akz)