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Holzweiler: Großes Interesse an Erdwall, aber keine Debatte im Braunkohle-Auschuss

Erkelenzer Braunkohleausschuss : Großes Interesse an Erdwall vor Holzweiler, aber keine Debatte

Viele Menschen waren am Montagabend eigens für das Thema „Ostwall“ rund um Holzweiler in die Erkelenzer Stadthalle gekommen. Die Verwaltung antwortete in einer knappen Online-Mitteilung – eine ausführliche soll noch folgen.

Viele der zahlreich erschienenen Besucher der Sitzung des Ausschusses für Braunkohle, Strukturwandel und Landfolge verließen am Montagabend enttäuscht die Stadthalle, weil der Punkt, der sie brennend interessierte, überhaupt nicht thematisiert wurde: der östlich und nördlich von Holzweiler geplante „Ostwall“ von RWE zur Abschottung des Tagebaus von Seilerdorf. Die Grünen hatten Antworten auf Fragen dazu beantragt. Da die Anfrage nach Informationen im Rahmen von Mitteilungen behandelt werden könne, sei von einer Änderung der Tagesordnung abgesehen worden, so der Ausschussvorsitzende Rainer Merkens (CDU). Er informierte darüber, dass diese Mitteilung der Verwaltung zum Antrag der Grünen ins Informationssystem für die Ratsmitglieder eingestellt worden sei.

Die Fragen bezögen sich auf einen Sonderbetriebsplan zu Immissionsschutzmaßnahmen nördlich und östlich von Holzweiler vom Mai 2018, der im September 2019 durch die Bezirksregierung Arnsberg zugelassen worden sei, teilte die Verwaltung in der Mitteilung mit. „Die Stadt Erkelenz ist nicht die genehmigende Behörde, sondern ausschließlich Beteiligte.“

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Bei einer RWE-Informationsveranstaltung im November 2019 wurden im Saal Boss in Holzweiler die Planunterlagen des Sonderbetriebsplans vorgestellt – unter anderem auch zum Immissionsschutzwall: Ausgehend von der östlich liegenden Gärtnerei an der Landstraße soll dieser Wall bis ungefähr zur Niederstraße im Abstand von 400 Meter zum Ort entstehen, so die Verwaltung, die ergänzt: „Die detaillierten Fragen werden der zuständigen Behörde mit der Bitte um Beantwortung weitergeleitet. Über die Antworten wird zeitnah informiert.“

RWE hatte Anfang März bekanntgegeben, ab Mitte April mit dem Bau des Walls und einer Umgehungsstraße beginnen zu wollen. RWE hatte 2016 bereits einen Schutzwall zwischen Wanlo und Kaulhausen gebaut – daran gab es auch Kritik, weil der Wall teils nah an den Wohngrundstücken steht.