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Heimatverein der Erkelenzer Lande fährt nach Maaseik

Erkelenz : Fahrt in die Kreuzherrenstadt Maaseik

Heimatverein der Erkelenzer Lande bietet eine Exkusion an.

Der Heimatverein der Erkelenzer Lande (HEL) war im vergangenen Jahr mit dem Förderverein Hohenbusch auf den Spuren der Kreuzherren in Langerwehe und Wenau. Diesmal, am Samstag, 1. September, führt die Fahrt nach Maaseik, wo heute noch Kreuzherren leben. Diese Stadt hat aber noch mehr zu bieten.

Der historische Ursprung der Region liegt in Aldeneik. Um 700 stiftete dort der hochadlige Adelhard für seine zwei Töchter Harlindis und Relindis ein Kloster Eycke. Dieses Frauenmonasterium wurde vernichtet durch die Normannen. Um 950 vergab Kaiser Otto I. die Besitzungen des Monasteriums an den Bischof von Lüttich, um dort ein Kapitel von Kanonikern zu gründen. Infolge der religiösen Spannungen im 16. Jahrhundert suchten diese Kanoniker Schutz in der Stadt Maaseik. In Aldeneik ist nur die Sankt-Annakirche übrig geblieben.

In der Nähe, am Westufer der Maas, stiftete der Graf von Loon an der nordöstlichen Ecke seines Territoriums Nova Eycke, eine verstärkte Siedlung mit Stadtrechten, die im Jahr 1244 eine selbstständige Pfarrgemeinschaft wurde. Die Einwohner erreichten einigen Wohlstand durch die Bearbeitung von Ackerbau- und Viehwirtschaft, den Markt und die Transportmöglichkeiten über die Maas.

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Symbole des Wohlstandes im späteren Mittelalter sind sicherlich auch die Brüder Hubert und Jan Van Eyck, die Gründer der Malerei der „Flämischen Primitiven“. Auch die eindrucksvollen Häuser, errichtet im Stil der „Maasländischen Renaissance“, und die Existenz von sechs religiösen Klosterorden in Maaseik sind Zeichen dieses Reichtums. Die Kreuzherren wohnen bis auf den heutigen Tag noch in Maaseik. Am Ende des 18. Jahrhunderts ließen sie ihre Sankt-Jakobskirche wiedererrichten im prunkvollen Rokokostil.

Am 24. Februar 2018 waren Mitglieder des Klosters mit Pater Sangerskring aus Maaseik zur Besichtigung des ehemaligen Kreuzherrenklosters Hohenbusch und in der Stadt Erkelenz. Sie revanchieren sich jetzt dafür und zeigen den beiden deutschen Vereinen ihre Stadt.

Am Samstag, 1. September, ist Abfahrt an der Neusser Straße am jüdischen Friedhof um neun Uhr, die Rückfahrt ist für 18.30 Uhr geplant.

Für die Fahrt wird ein Reisebus eingesetzt. Die Kosten betragen für die Fahrt, Eintritte und Führungen sowie Mittagslunch pro Person 55 Euro für Mitglieder, 65 Euro für Nichtmitglieder. Die Teilnehmerzahl ist auf 45 Personen begrenzt. Die Anmeldung gilt nur, wenn bis zum 20. August der Betrag auf das Konto DE73 3125 1220 0000 4209 19 bei der Kreissparkasse Heinsberg überwiesen ist.

Erläuterungen gibt es während der Fahrt, die von Günther Merkens, Frank Körfer und Guus Janssen begleitet wird. Anmeldungen in der Geschäftsstelle des Heimatvereins des Erkelenzer Landes in Erkelenz, Gasthausstraße 7 (Gebäude der Stadtbücherei) sowie unter 02431 85208 und geschaeftsstelle@heimatverein-erkelenz.