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Haus Hohenbusch plant offenes Klassenzimmer

Altes Kreuzherrenkloster in Erkelenz : Hohenbusch plant offenes Klassenzimmer

Neue Fassade, neues Tor, neue Glocke: Rund um das alte Kreuzherrenkloster soll sich demnächst einiges tun. Nächster Höhepunkt soll das große Kräuterfest im August sein.

Eine neue Glocke für Hohenbusch: Vorsitzender Frank Körfer, der bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins einstimmig wiedergewählt wurde, überraschte mit der Ankündigung, eine Sponsorin habe sich bereit erklärt, die Kosten für den Ersatz zu übernehmen, nachdem die jetzige Glocke nicht mehr zu reparieren ist. Das Problem: Materialfehler können nicht mehr reklamiert werden, da die Herstellerfirma inzwischen insolvent ist.

Martha Jungfleisch aus Erkelenz sei schon an der Finanzierung dieser Glocke maßgeblich beteiligt gewesen. Körfer erklärte, die Spenderin habe deutlich gemacht, „dass es ihr eine Freude ist, die neue Glocke für Hohenbusch finanzieren zu dürfen“.

Einige weitere Veränderungen, die das städtische Anwesen aufbessern sollen, stehen in naher Zukunft an. So soll ein offenes Klassenzimmer entstehen, in dem draußen Unterricht abgehalten werden kann. Der Raum soll mit nachhaltig produzierten Möbeln ausgestattet werden. „Ein sehr schönes Projekt, eine echte Bereicherung für Hohenbusch“, unterstrich Frank Körfer.

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Ein Kräuterfest wird am 21. August gefeiert. Der neue Kräutergarten mit insgesamt 40 unterschiedlichen Heilkräutern und Duftpflanzen soll dabei im Mittelpunkt stehen. Zwei Gärtnereifachbetriebe werden vor Ort vertreten sein, Gastronomin Elisabeth Müller-Platz wird für passende kulinarische Attraktionen sorgen. Ein musikalisches Begleitprogramm ist für die große Kräuter-Sause unter freiem Himmel ebenfalls geplant.

Die alte Öffnung des Areals an der Mauer soll rekonstruiert werden durch ein neues Tor aus massivem Stahl. Dazu erläuterte Hochbauamtsleiter Martin Fauck, dass man das historische Kreuzherren-Kreuz integrieren wolle. Das neue Tor sei „ein großer Gewinn“. An der vorderen Fassade muss laut Fauck etwas getan werden; der Putz löse sich bereits vom Mauerwerk. Eine große Sanierung sei erforderlich.

Für die Ausstellungen im früheren Herrenhaus soll es bald eine Tonspur geben, um auch einzelnen Gästen die Geschichte des altehrwürdigen Gemäuers näher zu bringen. Die Stadt Erkelenz stellt 10.000 Euro zur Verfügung, Landschaftsverband und Förderverein steuern jeweils 5000 Euro bei. Ein Klettersalamander soll für die kleinen Hohenbusch-Besucher aufgestellt werden. Das rund vier Meter lange und einen Meter hohe Spielgerät wird durch eine Zuwendung der Kreissparkasse Heinsberg finanziert. Für den neu angelegten Kräutergarten werden noch einige freiwillige „Gießpaten“ besonders für die heißen Sommermonate gesucht.