Mammut-Prozess: Drei Mal lebenslange Haft für Drogenbande in den Niederlanden
EILMELDUNG
Mammut-Prozess: Drei Mal lebenslange Haft für Drogenbande in den Niederlanden

Zur Adventszeit Hohenbuscher leihen sich Krippe aus Kevelaer

Erkelenz · Die Krippe ist ab sofort im ehemaligen Kreuzherrenkloster zu sehen. Die Figuren sind bis zu 65 Zentimeter groß. Eine gute Gelegenheit zum Besuch gibt es bereits an diesem Sonntag.

Der Förderverein beim Aufbau der Krippe.

Der Förderverein beim Aufbau der Krippe.

Foto: Laaser, Jürgen (jl)

Liebevoll gestaltete Krippen gehören zur Weihnachtszeit in Deutschland fest dazu – das ist auch in Erkelenz nicht anders, wo die Krippen auf eine lange Tradition zurückblicken. Mit ihnen einher geht aber auch eine Philosohphiefrage: Wann stellt man sie eigentlich auf? Während beispielsweise in der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus die beiden Krippen erst wenige Tage vor Heiligabend fertig sind, ist man in Hohenbusch schon deutlich früher dran: Der Förderverein, der sich um die Entwicklung des ehemaligen Kreuzherrenklosterguts kümmert, hat seine Krippe bereits aufgestellt.

Wobei das „seine“ im Hohenbuscher Fall eigentlich nicht richtig ist. Denn traditionell befindet sich im Herrenhaus immer eine „Leih-Krippe“. „Der Gedanke hinter dem Konzept ist es, jedes Jahr Krippenfiguren einer anderen Kirche nach Hohenbusch zu holen“, erklärt Frank Körfer, Vorsitzender des Fördervereins. Die Krippenlandschaft und der Stall werden dabei traditionell aus historischem Baumaterialien (Balken, Steine, Ziegel) des ehemaligen Klosters gebaut.

In diesem Jahr kommt die Leihgabe von weit hinter der Kreisgrenze, nämlich aus der Wallfahrtsstadt Kevelaer – zwar nicht aus der berühmten Basilika, aber aus der Kirche St. Petrus in Kevelaer-Wetten. „Von dort haben wir eine recht umfangreiche Figurengruppe als Leihgabe erhalten“, sagt Körfer. Die Figuren sind bis zu 65 Zentimeter groß und aus Gips gegossen. Sie stammen aus der Zeit um 1920 und entsprechen dem Stil der Neugotik. Insgesamt besteht das Figurenensemble aus über 40 Einzelteile.

Leihgeber ist der passionierte Krippensammler Hans Peter Müller aus dem Kempener Stadtteil St. Hubert. Er sei durch einen Beitrag in der „Kirchenzeitung für das Bistum Aachen“ auf den Förderverein Hohenbusch aufmerksam geworden.

Nachdem die insgesamt elf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Fördervereines ihre Arbeit beim Aufbaue der Kevelaerer Krippe getan hatten, wurde bei einem Glas Glühwein und einem Stück Gebäck das Werk bewundert. Ähnlich wie bei vielen anderen Projekten ist es die gemeinsame Arbeit im ehemaligen Kreuzherrenkloster, die die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler verbindet.

Die Krippe im Herrenhaus ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen. Nach vorheriger Absprache unter der Telefonnummer 0172 2072073 ist eine Besichtigung auch zu abweichenden Zeiten möglich. Eine Gelegenheit bietet sich auch an diesem Sonntag, 3. Dezember, um 14.30 Uhr: Dann spielt die Kreismusikschule im Herrenhaus ein Adventskonzert bei freiem Eintritt.

Mit der Weihnachtskrippe endet das Hohenbuscher Kulturprogramm. Das Herrenhaus mit seiner Dauerausstellung ist nach dem Dreikönigstag dann bis Anfang März geschlossen.

(cpas)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort