Erkelenz: Hauptschule bis heute unverzichtbar

Erkelenz : Hauptschule bis heute unverzichtbar

Die Hauptschule Erkelenz feierte ihren 50. Geburtstag. Ehrengast war "Gründungsvater" Theo Kiel, der erste Schulleiter. 673 Schülerinnen und Schüler lernen aktuell am Zehnthofweg. 70 Schüler mit Inklusionsbedarf, 80 Flüchtlinge.

Als die Gemeinschaftshauptschule Erkelenz 1968 nach der Aufgliederung der Volksschulen entstand, war sie eine von elf kreisweit. Im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens sind es im Kreis Heinsberg nur noch drei, und es erfüllt die Schule mit Stolz, dass sie die größte "und natürlich auch die beste von Nordrhein-Westfalen ist", wie die Lehrerin Sonja Batalia beim Festakt zum Goldjubiläum verkündete. Sie und ihr Kollege Bodo Harm begrüßten in der Stadthalle nicht nur die Hauptpersonen, nämlich die Schüler, die Eltern, die Lehrer, die Vertreter von Stadt und Schulamt, sondern besonders herzlich den "Gründungsvater" Theo Kiel, der als erster Schulleiter diese vor 50 Jahren im Herzen von Erkelenz entstandene neue Schule bis 1994 geleitet hat.

Die Hauptschule in Erkelenz hat sich bewährt, was sich nicht nur an den Schülerzahlen ablesen lässt. 1968 hatte sie über 600 Schüler, aktuell sind es 673, die in drei Gebäuden am Zehnthofweg unterrichtet werden. "Wir sind als Stadt Erkelenz stolz auf diese Schule", sagte Schuldezernent Hans-Heiner Gotzen. "Diese Schule hat ihre Berechtigung im schulischen Angebot und Stadt." Die GHS sei stets mit der Zeit gegangen, habe sich stets der Realität gestellt und damit die notwendige Wandelbarkeit bewiesen, um im Schulsystem ihre Unverzichtbarkeit zu beweisen. Sie sei die erste Schwerpunktschule in NRW gewesen. Die Schule sei bestens vernetzt und spiele eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben von Erkelenz.

Dank der gelungenen Musikbeiträge der Schulband mit Chor unter der Leitung von Peter Esser wurde der Festakt mit drei Reden zur unterhaltsamen und abwechslungsreichen Veranstaltung. Die GHS Erkelenz habe stets gut und erfolgreich gearbeitet, bescheinigte Schulamtsdirektorin Hildegard Hosterbach dem Goldjubilar, "sonst wäre es nicht zu der 50-jährigen Erfolgsgeschichte gekommen". Den wichtigsten Beitrag dazu hätten die Ehrengäste des Festaktes gespielt: die ehemaligen und die aktuellen Schüler. Jetzt sei die GHS in den besten Jahren. Für den guten Unterricht und vorbildliche Inklusion als erste Schwerpunktschule in NRW lobte Hosterbach die Schule. Sie stehe mitten im Leben und strebe danach, junge Menschen für eine Zukunft mit Perspektiven vorzubereiten.

Für Schulleiter Erich Konietzka, der an seinen verstorbenen Vorgänger Dr. Sudhoff erinnerte, steht die GHS "mitten im Zentrum". Nicht nur in Zentrum von Erkelenz, sondern auch mitten im Zentrum der schulischen Ausbildung. Von Beginn an sei an der Schule liebevoll und schülerorientiert unterrichtet worden. Jeder solle glücklich werden an dieser Schule, die Schüler ebenso wie die Lehrer, das sei das Ziel, das dank der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Erkelenz als Schulträger angestrebt werde. Motivierte Lehrer, begeisterte Schüler machten diese GHS zum Erfolgsmodell. Die Notwendigkeit des Erhalts machte Konietzka mit Zahlen deutlich: Zwar entschieden sich nur sieben Prozent der Schüler nach der Grundschule zum Wechsel auf eine Hauptschule, aber die Zahl der "Quereinsteiger" nehme zu, die nach der Erprobungsstufe von anderen Schulen wechseln. "Diese Entwicklung bereitet mir Sorgen." Keine Sorgen hat der Schulleiter indes mit anderen Entwicklungen. 70 Schüler mit besonderem Bedarf im Rahmen der Inklusion sind an der GHS ebenso wie selbstverständlich integriert wie die fast 80 Jugendlichen aus Flüchtlingsländern.

(kule)
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