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Erkelenz: Gute Bilanz, aber es fehlte der Prinz

Erkelenz : Gute Bilanz, aber es fehlte der Prinz

Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832 blickt auf die Session. Die Veranstaltungen waren gut, auch die auswärtigen Auftritte - wäre da nicht die Tatsache, dass es das Salz in der Suppe nicht gab.

Unzählige Auftritte sind absolviert, dabei dürften die Busse in der Session 2014/2015 wieder Tausende Kilometer gefahren sein, um die blau-weißen Aktiven der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832 zu den Bühnen zu bringen. Nun kehrt wieder Ruhe ein. Zeit also, um die Session zu bilanzieren. Eine Session, in der der EKG sozusagen das Salz in der Suppe, so formuliert es Helmut Jopen, der erste stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft, jedenfalls, definitiv fehlte - die Tollitäten. Nach 2009 musste die EKG erneut den Narrenthron unbesetzt lassen.

Bilder vom Rosenmontagszug in Erkelenz gibt es hier.

Eins stellt Jopen allerdings klar: "Jeder EKG-Akteur, der zum Geschehen und Gelingen beigetragen hat, hat sich ins Zeug gelegt. Das muss man klar sagen." Dabei blickt Jopen auf die Gardisten, die mit der Funken- und Prinzengarde aufwendig durch die Säle touren, und auch die Hausgarde, die Möhneleut, der Elferrat und alle weiteren Beteiligten sind es, die die Visitenkarte der EKG in Nordrhein-Westfalen abgeben.

Doch das Thema Prinz ist wie in jeder Karnevalsgesellschaft eben ein ganz eigener Punkt. Das, so Jopen weiter, beeinflusse das gesamte Geschehen. Vor allem sei es immer so, dass Tollitäten ein Umfeld mitbringen. Damit einhergehend spricht Helmut Jopen über die Besucherzahlen bei den Saalveranstaltungen. Die Herren- und Kindersitzung sowie auch die Sitzung für ältere Mitbürger seien "rappelvoll" gewesen, lediglich die Gala- und Damensitzung seien nicht ausverkauft gewesen. "Da fehlt dann natürlich das Umfeld, das ein Prinzenpaar mitbringt", sagt Helmut Jopen weiter.

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Erstaunlich findet er übrigens, dass sich die Herrensitzung so etabliert hat - zumal es in diesem Sektor hierzulande ebenfalls etablierte Konkurrenz gibt. "Besonders auffällig sind hier die vielen Cliquen, die zur Herrensitzung kommen", freut sich Jopen.

Mit den in dieser Session neuen Terminen für die Kindersitzung (sonst samstags und diesmal am Sonntag) und Sitzung für ältere Mitbürger (genau umgekehrt) gab es zwar zunächst Zweifel in Reihen der EKG-Verantwortlichen, doch die waren unterm Strich unnötig, denn beide Veranstaltungen waren erfolgreich. Zufrieden ist die EKG mit dem neuen Gewand für das Altweibertreiben. Auch in der nächsten Session soll das Ganze draußen auf dem Markt statt in der Stadthalle ablaufen.

Zurück zum Thema Tollitäten: Der Vorstand der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft ist zuversichtlich, dass in der neuen Session Prinzenkette und Zepter neu vergeben werden können. Sicherlich seien noch Gespräche nötig, sagt Helmut Jopen, doch man arbeite auf Hochtouren daran, die nächste Prinzenproklamation im Alten Rathaus organisieren zu können.

(RP)