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Grüne in Erkelenz fordern: Bäume fällen nur noch mit gutem Grund

Grüne in Erkelenz fordern : Bäume fällen nur noch mit gutem Grund

Eine solche Satzung soll verhindern, dass ohne wichtigen Grund Bäume gefällt werden. Der Erhalt des Baumbestandes sei umso wichtiger, als dass in der Trockenheit der vergangenen heißen Sommer viele Bäume eingegangen sind.

Die Grünen fordern erneut eine Baumschutzsatzung für Erkelenz. Grundlage dafür ist eine vom Städte- und Gemeindebund NRW frisch verabschiedete Mustersatzung. Ziel ist es, den Baumbestand in der Stadt zu sichern, da der Zustand vieler Bäume sich nicht zuletzt durch die vielen trockenen Sommer verschlechtert hat. Eine entsprechende Satzung war in der Vergangenheit bereits mehrmals im Rat diskutiert und abgelehnt worden. Die Stadtverwaltung hatte bislang auf die Eigenverantwortung der Erkelenzer Bürger gesetzt.

Eine solche Satzung soll verhindern, dass ohne wichtigen Grund Bäume gefällt werden. Bei Neuanpflanzungen soll demnach auf Baumarten zurückgegriffen werden, die der Grundstücksgröße angepasst sind. „Ausgewachsene Bäume erreichen oft eine Höhe von mehr als 20 Metern und sind für heutige Stadtgärten von 500 Quadratmetern auf lange Sicht nicht geeignet“, teilen die Grünen mit.

„Die trockenen Sommer der letzten Jahre haben auch in Erkelenz Spuren hinterlassen“, sagt Ulrich Wendt, ehemaliges Ratsmitglied der Grünen. „Viele Bäume sind abgestorben oder stark beschädigt.“ Daher sei ein Erhalt des verbliebenen Baumbestandes umso wichtiger. Bäume produzierten Sauerstoff und würden Kohlendioxid binden. Im Sommer sorgten sie auch durch die Verdunstung gespeicherten Wassers für Kühlung und bieten Tieren Nahrung und Unterkunft.

(cpas)