1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Grüne fordern Mobilitätswende für Erkelenz

Mehr Fahrten mit dem Fahrrad gefordert : Grüne fordern Mobilitätswende für Erkelenz

Spätestens im Jahr 2025 soll jede Fahrt in der Innenstadt von Erkelenz mit dem Fahrrad erfolgen. Dafü setzen sich die Erkelenzer Grünen massiv ein.

Die Grünen setzen sich dafür ein, dass künftig jede vierte Fahrt im Stadtgebiet mit dem Fahrrad zurückgelegt werden soll. Das geht aus einer entsprechenden Erklärung des Grünen-Ortsverbandes Erkelenz hervor.

„60 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten innerstädtischen Wegstrecken sind in Erkelenz kürzer als fünf Kilometer und damit für die meisten Menschen gut zu Fuß oder mit dem (E-)Fahrrad zu bewältigen“, rechnen die Grünen vor. Der Ortsverband setzt sich deshalb für einen deutlich verbesserten Rad- und Fußgängerverkehr ein und wünscht sich ab 2025 einen Radverkehrsanteil von 25 Prozent.

Die Grünen schließen sich damit der Kernforderung der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ an, die vor zwei Jahren über 200.000 Unterschriften für ein Fahrradgesetz NRW gesammelt hatte. Die Landesregierung (CDU/FDP) hat mittlerweile einen Referentenentwurf für das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG NRW) beschlossen und zur Verbändeanhörung freigegeben. In den Städten Nordrhein-Westfalens soll demnach der aktiven Mobilität, also dem Rad- und Fußverkehr, Vorrang eingeräumt werden. Dieses Gesetz sieht ebenfalls vor, dass künftig 25 Prozent der Verkehrswege in NRW auf das Rad entfallen sollen. Es soll bereits im Januar 2022 in Kraft treten und stellt somit nach Einschätzung der Grünen einen wichtigen Schritt der Mobilitätswende dar, welche nachhaltige Mobilitätsformen zukünftig stärker unterstützt und somit den motorisierten Individualverkehr zurückdrängt, ohne dass die Mobilität des Einzelnen dabei eingeschränkt wird.

  • Der Erkelenzer Bahnhof soll sicherer werden.
    Für mehr Sicherheit : Überwachungskameras für Erkelenzer Bahnhof
  • Die Volksbank hat den Komplex an
    Eine Baustelle weniger : Gebäudekomplex in Erkelenz fertig
  • Jetzt sind Bürger gefragt : So soll der neue Erkelenzer Markt aussehen

Auch die kürzliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach das Klimaschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig ist und vor allem im Verkehrssektor die Emissionen stärker sinken müssen, spreche dafür, den Rad- und Fußverkehr auch in Erkelenz stärker zu fördern. Laut der Mobilitätserhebung von 2018 betrage der Radverkehrsanteil in Erkelenz 18 Prozent. Durch die Corona-Pandemie sei dieser Anteil auch in Erkelenz zwischenzeitlich stark gestiegen, da viele ÖPNV-Nutzer auf das Fahrrad als Verkehrsmittel umgestiegen seien.

Aus Sicht der Erkelenzer Grünen spricht deshalb alles dafür, ein verbindliches Ziel zu formulieren, wonach spätestens 2025 jede vierte Fahrt in Erkelenz mit dem Fahrrad zurückgelegt werden soll. Bis dahin müssten Politik und Verwaltung aber noch einiges tun, damit die Menschen dieses Angebot auch annehmen. Denn nur, wenn Radfahren Spaß macht und die Menschen sich sicher fühlen, werden sie nach Einschätzung der Grünen auch dazu bereit sein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

Nebenbei wird Erkelenz nicht nur sicherer, sondern auch lebenswerter, lautet das Urteil von Dirk Rheydt, sachkundiger Bürger der Grünen aus Erkelenz und langjähriger ADFC-Vertreter. Aus diesem Grund hat er die Erkelenzer Bürger befragt und sie gebeten, sich der Forderung der Grünen anzuschließen. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv gewesen, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder der Herkunft.

Dies bestärkt die Erkelenzer Grünen in ihrer Forderung, so dass sie auch andere Parteien und Verbände dazu aufruft, sich ihrer Forderung anzuschließen.