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Große Liebe versprochen: Erkelenzerin wird Opfer von Internet-Betrüger

Große Liebe versprochen : Erkelenzerin wird Opfer von Internet-Betrüger

Im Internet hatte der Täter eine innige Beziehung zu der Frau aufgebaut – und am Ende einen vierstelligen Betrag erbeutet. Diese Masche läuft häufig ganz ähnlich ab, erklärt die Polizei.

Aus einem harmlosen Flirt im Internet wird etwas vermeintlich Ernstes, Zukunftsversprechen und die angeblich große Liebe – und am Ende steht nur ein Betrug und eine unendlich große Scham. Das sogenannte Romance-Scamming ist im Internet eine beliebte Masche von Kriminellen. Nun ist eine Erkelenzerin einem solchen Betrüger zum Opfer gefallen und hat dadurch einen vierstelligen Geldbetrag verloren.

Wie die Polizei mitteilt, bauten die Frau und ein vermeintlich auf den Kanaren lebender Mann über ein soziales Netzwerk über längeren Zeitraum einen immer intensiveren Kontakt auf. Der Mann versprach der Erkelenzerin, zu ihr kommen zu wollen, sobald er ein vermeintliches Erbe ausgezahlt bekäme. Zunächst brauche er jedoch mehrere tausend Euro, welche sie zeitnah zurückbekäme. Nach einem Schriftverkehr mit einem vermeintlichen Notar überwies die Erkelenzerin einen vierstelligen Betrag. Als sie das Geld nicht zurückerhielt, sondern stattdessen weiteres Geld gefordert wurde, wurde die Frau misstrauisch. Sie weigerte sich, ging zur Polizei und erstattete Anzeige.

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Die Polizei warnt vor dieser Masche, die oft in einem ganz ähnlichen Muster ablaufe: Online bauen Betrüger über einen längeren Zeitraum ein vermeintliches Vertrauensverhältnis zu ihren Bekanntschaften auf, um sie anschließend um Geld zu bitten. Häufige Lügen sind dabei eine plötzliche Geldnot auf einer Geschäftsreise, eine wichtige Operation eines Kindes oder Angehörigen, gestohlene Koffer oder Pässe oder unbezahlte Hotelrechnungen. Wenn die Opfer der Forderung nicht nachkommen, bauen die Täter „auf perfide Art und Weise emotionalen Druck auf“, so die Polizei.

Die Behörde rät dazu, niemals Geld an Online-Bekanntschaften zu überweisen. Wer doch Opfer von Scamming geworden ist, sollte genauso handeln wie die Frau aus Erkelenz, rät die Polizei: „Sichern Sie mit Hilfe von Screenshots alle Nachrichtenverläufe, Profildaten und Bilder und erstatten Sie Anzeige.“

Hilfe für Betroffene, um das Geschehene zu verarbeiten, bieten auch die speziell geschulten Opferschützer der Polizei in Heinsberg, Telefon 02452 920 5555.

(cpas)