Gold für Frederik Ruppert aus Myhl, Mittelalterfest in Erkelenz, Wegberg Forum in städtischer Eigenregie

Worte zur Woche : Schritte nach vorne – aber wirklich für jeden?

Frederik Ruppert vom SC Myhl holte eine Goldmedaille über die 3000 Meter Hindernis bei der U23-Europameisterschaft in Schweden. Der Bundestrainer geriet ins Schwärmen. Sachlicher ging es da im Wegberger Stadtrat zu, der sich mit der Zukunft des Forums in nichtöffentlicher Sitzung beschäftigt hatte.

Sportlich war der Höhepunkt der Woche. Frederik Ruppert vom SC Myhl holte mit einem raketenartigen Schlussspurt Gold über die 3000 Meter Hindernis bei der U23-Europameisterschaft in Schweden. Damit hatte keiner gerechnet, auch Ruppert nicht, der nach vielen ausgelassenen Starts wegen Rückenproblemen, dann aber steigender Formkurve sich einen Platz unter den ersten Sechs erhofft hatte. Entsprechend konnte er den Sieg kaum fassen, ist damit aber noch einmal weiter in den Fokus von Bundestrainer Enrico Asmus gerückt, der schwärmte, dass Ruppert die Hindernisse mit einem „Punch läuft, wie ich ihn schon über 20 Jahre in Deutschland nicht mehr gesehen habe“. Ruppert hat sich mit seiner Medaille weit nach vorne gebracht, aber auch sein Sport, die Leichtathletik, wird im Erkelenzer Land profitieren.

Ob es ein Schritt nach vorne sein wird, ist an anderer Stelle hingegen unsicher. Zum Wochenstart bestätigte Wegbergs Bürgermeister Michael Stock, dass der Stadtrat in der Vorwoche in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen hat, das Forum als „echte Bürgerhalle“ künftig in städtischer Eigenregie zu führen. Die vorgelegten Bewerbungen seien nicht überzeugend gewesen, um weiterhin mit einem externen Partner zu arbeiten. Jetzt muss im Rathaus schleunigst ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden, zumal der bisherige Pachtvertrag nur noch bis zum Jahresende läuft. Welche Herausforderung das werden könnte, zeigt die Bewerberlage, über die der Stadtrat zu befinden hatte: fünf Interessenten, aber keine überzeugende Bewerbung.

Einen großen Schritt nach vorne machte am vergangenen Wochenende die Erkelenzer Burg. Das Mittelalterfest zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins war so groß wie nie, hatte wunderschöne Stände, Ritter- und erstmals Reitershows zu bieten, die von Menschen betrieben wurden, die offen und sehr angenehm die Besucher für ihr Hobby einnahmen. Wunderbar war auch, dass die Gäste erstmals in Keller und Obergeschoss der Burg steigen konnten, wo ein neues Museumszimmer eingerichtet wird. Das alles hat der Burg und dem benachbarten Ziegelweiherpark, der sich immer mehr als Veranstaltungsort etabliert, gutgetan. Etwas mehr Besucher wären den Organisatoren allerdings zu wünschen gewesen.

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