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Erkelenz: Glasverbot auf dem Johannismarkt

Erkelenz : Glasverbot auf dem Johannismarkt

Die Stadt Erkelenz hat für Altweiber eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, welche die Sicherheit und eine ungetrübte Freude gewährleisten sollen. Wie in den Vorjahren wird es wieder ein Glasverbot auf dem Johannismarkt geben, teilt die Stadtverwaltung mit.

An den Einlassstellen zum Johannismarkt an der Brück-, Kirch- und Gasthausstraße wird das Ordnungsamt an Altweiber, 8. Februar, die Taschen und das Alter kontrollieren. Die Zugänge von der Burgstraße und am Hülsersgässchen werden an diesem Tag komplett geschlossen.

Alle Schulen haben am Altweibertag sechs Stunden regulären Unterricht. Der Schulschluss ist auf ein Zeitfenster von 11.35 bis 13 Uhr terminiert, damit die Schulbusse alle Schüler zeitnah nach Hause bringen können. "Der Linienbusverkehr ist an dem Tag stark eingeschränkt", erklärt Hans-Heiner Gotzen, der Erste Beigeordnete der Stadt, in einer Pressemitteilung und fügt an: "Ein einheitlicher Schulschluss bedeutet auch, dass weder der Mensabetrieb noch die Betreuung am Nachmittag angeboten werden." Um die Eltern der Schüler stärker in die Verantwortung zu nehmen, seien von allen weiterführenden Schulen Briefe verschickt worden, in denen auf die Problematik des Alkoholkonsums und die damit verbundene Reaktion der Schule hingewiesen wird: "Karnevalsvereine, Supermärkte, Gaststätten, Kioske, Tankstellen und weitere Verkaufsstellen von Alkohol sind darüber hinaus mit Plakaten, Handzetteln und einem Informationsschreiben über ihre wichtige Funktion bei der Umsetzung des Jugendschutzes während der Karnevalszeit sensibilisiert worden." Zudem wird die Kampagne "Weniger Alkohol" der Arbeitsgemeinschaft Jugendschutz im Kreis Heinsberg mit einem Informationsstand auf dem Vorplatz der Leonhardskapelle zugegen sein. Dort haben Jugendliche die Möglichkeit, sich zum Thema zu informieren. Zusätzlich werden von 11.30 bis 14 Uhr zwei Promille-Scouts auf dem Johannismarkt eingesetzt.

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Jugendliche, die trotz aller Aufklärungsarbeit mit einer Alkoholvergiftung ins Hermann-Josef-Krankenhaus eingeliefert werden, müssen nach Karneval mit einem Besuch der Stadt Erkelenz rechnen. Auch darauf weist Gotzen hin: "Die Stadt wird sich mit dem Krankenhaus bezüglich der Weitergabe von Daten von eingelieferten Minderjährigen mit Alkoholintoxikation in Verbindung setzen, damit sich die Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes mit der Familie persönlich in Verbindung setzen können."

So weit muss es aber nicht kommen, findet Gotzen und hält jeden Feiernden an, Kinder und Jugendliche im Blick zu behalten: "Wichtig ist festzuhalten, dass nicht nur Behörden, Schulen und Krankenhäuser zu Karneval in der Verantwortung stehen, sondern auch Teilnehmende an Feiern Zivilcourage und Solidarität zeigen sollten. Die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums sind nicht ein Problem eines Einzelnen, sondern sind ein gesamtgesellschaftliches Anliegen."

(RP)