Geisterdorf Immerath: Ein Ort stirbt

Garzweiler II: Geisterdorf Immerath: Ein Ort stirbt

Es weht ein kühler Wind um die Nase und ein Schauer läuft über den Rücken. Eine Ortschaft verschwindet. Übrig bleiben vorerst nur leere Gebäude und die Gewissheit, dass kein Leben mehr zurückkehrt. Die Schaufelradbagger des Tagesbaus Garzweiler II kommen.

Wo früher Kinder auf der Straße spielten, Großeltern im Garten saßen und Familienväter hupend nach der Arbeit auf die Hauseinfahrt fuhren, herrscht heute Stille. Neben den zahlreichen Wohnhäuser fallen bald auch das Krankenhaus und der Immerather Dom den Abrissbaggern zum Opfer. Im Oktober 2013 läuteten die Glocken dort zum letzten Mal.

Wo einst 1400 Menschen lebten, ist heute nicht mehr viel übrig. Die Gebäude verkommen langsam, Fenster zerbrechen, Dächer verrotten und das Unkraut bahnt sich mit den wachsenenden Sträuchern seinen Weg. Was bleibt, ist nur noch Stille. Die bedrückende und gleichzeitig friedliche Stimmung in dem Ort hat ein Fotograf für uns eingefangen. Mehr seiner eindrücklichen Fotografien finden Sie hier.

(skr)