Erkelenz: Geburtstagskränzchen im Johanniter-Stift

Erkelenz : Geburtstagskränzchen im Johanniter-Stift

Bewohner und Angehörige feiern seit zehn Jahren alle zwei Monate die Geburtstagskinder.

Rudolf Ohme, Bewohner im Johanniter-Stift Erkelenz, bekam die Gelegenheit, gleich zwei Mal seinen 94. Geburtstag zu feiern. Einmal am eigentlichen Datum seiner Geburt und zum anderen im Rahmen eines Geburtstagskränzchens, zu dem das Johanniter-Stift alle Geburtstagskinder der Einrichtung von Februar und März sowie deren Angehörige eingeladen hatte. Seit zehn Jahren schon findet diese Feier alle zwei Monate statt. Ohne die Mithilfe der Ehrenamtlichen Sibylle Arndt, Veronika Christes und Marianne Büschgens wäre dieser Aufwand nicht zu stemmen.

Sie waren es auch, die die große Kaffeetafel in Hufeisenform im Restaurant der Einrichtung eingedeckt hatten und die Bewohner sowie Gäste, die nach und nach kamen, begrüßten und ihnen einen Platz zuwiesen. "Ich freue mich, dass Sie alle hier sind", sagte Sarah Greven vom Sozialen Dienst, als jeder auf seinem Platz saß. "Wir wollen heute mit den Bewohnern, die im Monat Februar und März Geburtstag hatten, in der großen Gruppe nachfeiern", fuhr sie fort. In dem Zusammenhang dankte sie auch den Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung und dafür, dass sie ein kleines Programm mit Beiträgen vorbereitet hatten.

Das Wort ergriff daraufhin Sibylle Arndt, die sogleich das Geburtstagslied "Wie schön, dass du geboren bist" anstimmte. Gemeinsam wurden die Strophen gesungen. Anschließend gab es erst einmal Kaffee und Kuchen. Gespräche entstanden. Es wurde viel gelacht. Dann begannen Veronika Christes und Sibylle Arndt mit dem Programm. Sie trugen Gedichte wie "Ich wünsche jedem einen Engel" und "Die Altersballade" vor. Schließlich bekam noch jeder ein kleines Tütchen Gummibärchen als Geschenk, verbunden mit vielen guten Wünschen.

Rudolf Ohme lächelte und bemerkte: "In der Gemeinschaft die zweite Geburtstagsfeier zu feiern ist schön. Ich fühle mich sehr wohl." Und damit meinte der 94-Jährige nicht nur die Feier, sondern auch sein Wohnen im Stift, das es ihm ermöglicht, Kontakte zu anderen Bewohnern zu knüpfen und am Leben in Erkelenz teil zu haben. "In wenigen Schritten bin ich in der Innenstadt", erklärte er, bevor er sich wieder seinen Gesprächspartnern beim Geburtstagskränzchen zuwandte.

(RP)
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