Ab in die USA : Jasper Löffelsend verlässt Wegberg-Beeck nach drei Wochen

Jasper Löffelsend verlässt den FC Wegberg-Beeck aufgrund eines Stipendiums. Derweil sorgt Trainer Michael Burlet im Tor des Regionalligisten bereits für klare Verhältnisse. Auch die Kapitäne sind bestimmt.

Auf einen Höhepunkt der Saisonvorbereitung muss der FC Wegberg-Beeck in diesem Jahr verzichten. Coronabedingt fällt der Rurdorfer Sommercup aus – und damit das Standardfinale gegen Lieblingsgegner Borussia Freialdenhoven. Achtmal in Folge hatten die Kleeblätter dieses Endspiel gegen diesen Gegner zuletzt gewonnen. Doch immerhin gab es ein Testspiel der beiden Kontrahenten.

180 Zuschauer wollten sich das nicht entgehen lassen und sahen einen 1:0-Sieg des Regionalliga-Aufsteigers durch das Tor von Sphend Hasani. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte Beeck extrem viel Ballbesitz, nach der Pause wurde es ausgeglichener. Auf Beecker Seite gab es dabei eine Premiere. Zum einen hütete erstmals die jüngste Verpflichtung Denis Jansen das Beecker Tor. Der 29-jährige Belgier spielte die zuletzt für den SV Breinig.

Ein echter Zweikampf mit Stefan Zabel, Beecks jahrelanger Nummer eins, ist laut Coach Michael Burlet, zuvor viele Jahre Trainer in Breinig, aber nicht vorgesehen. „Stefan ist und bleibt unsere klare Nummer eins“, bekräftigt Burlet. „Denis haben wir geholt, da ansonsten nur zwei bisherige A-Jugend-Torhüter als Ersatz bereitstanden.“ Zabels Position wurde nun auch noch durch eine andere Entscheidung gefestigt: Ab sofort ist der 28-Jährige Beecks neuer Vizekapitän. Spielführer bleibt Maurice Passage.

Zum anderen gab Jasper Löffelsend, erst im Juli von Mittelrheinligst FC Hennef gekommen, seinen Ausstand im Beecker Trikot – auch wenn er es beim Spiel in Freialdenhoven selbst noch nicht wusste. Grund: Der 22-Jährige hat kurzfristig ein Stipendium in den USA erhalten. „Das ist sehr schade, Jasper hatte sich in den vergangenen drei Wochen sehr gut eingeführt“, sagte Burlet. Damit bleibt es unter dem Strich bei acht Zugängen für die neue Saison – mit den Winterverpflichtungen Yannick Filipovic und Meik Kühnel sind es eigentlich aber sogar zehn.

Mit dem aktuellen Stand ist Burlet nach der Hälfte der Vorbereitung zufrieden: „Alle ziehen mit, wir sind in der Breite sehr gut aufgestellt.“ Kapitän Maurice Passage teilt diese Meinung. „Es wird von Spiel zu Spiel besser, und die Neuen sind echte Verstärkungen“, sagt er.

Auch außerhalb des Platzes tut sich beim FC weiterhin viel, nicht nur, weil es in der Firma Tributech aus Waldniel einen neuen Hauptsponsor gibt. Mächtig beackert worden ist in Beeck inzwischen auch ein Feld, das Beecks neuer starker Mann Werner Tellers im Gespräch mit unserer Redaktion vor zwei Monaten unbedingt bestellt sehen wollte: „Wir müssen vermehrt Social Media machen, denn gerade viele junge Menschen erreicht man heute nur noch so.“

Diesen Worten sind Taten gefolgt: Auf seiner Facebook-Seite hat sich der FC nun multimedial aufgestellt. So werden in Kurz-Interviews alle Neuzugänge vorgestellt, dort sind Trainer Burlet, sein Co Stefan Kniat und der Sportliche Leiter Friedel Henßen zu sehen, wie sie den neuen Besprechungs- und Videoanalyse-Raum streichen. Dazu kommen weitere Filmchen, alle unterlegt mit der Vereinshymne und einem Logo, das eine sonnenbebrillte Bratwurst mit einem Glas Bier in der Hand zeigt – unter dem Motto: Dorfverein.

Dieses Image schwebt Tellers für den FC vor. Verantwortlich für die Umsetzung ist in erster Linie Stefan Frühling, bislang Betreuer der Reserve und nun bei der Ersten in dieser Funktion auch Nachfolger des jahrzehntelangen Betreuers Uli Feldberg, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.