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Für 4,9 Millionen Euro: Grundschule Kückhoven wird erweitert

Für 4,9 Millionen Euro : Grundschule Kückhoven wird erweitert

Der Bau aus den 1960er Jahren ist zu klein für die vielen Kinder geworden. Bis Ende 2024 soll er erweitert und saniert werden. Die Politik spricht von einem Modellprojekt.

Die Kückhovener Gemeinschaftsgrundschule soll mit einem Anbau modernisiert, energetisch saniert werden und zwei weitere Klassenräume bekommen. Dafür hat sich der Bauausschuss des Erkelenzer Stadtrats einstimmig ausgesprochen. Startschuss für das 4,9 Millionen Euro teure Projekt soll in den kommenden Sommerferien sein. Damit wird die Schule nach jetzigem Plan etwa 300.000 Euro teurer als zunächst angenommen.

Den Zuschlag für die Maßnahme hat das Erkelenzer Architekturbüro Viethen erhalten, das in der Region schon zahlreiche Schul- und Kitaprojekte umgesetzt hat. Derzeit fasst die Grundschule sechs Klassenräume im Hauptteil des Gebäudes, in einem Anbau sind die Verwaltung und die Pausen-WCs untergebracht. Dieser Anbau soll nun abgerissen und durch einen neuen ersetzt werden, wie Architekt Georg Nowak im Ausschuss erklärte. Dieser Neubau wird zweigeschossig, im Erdgeschoss werden Verwaltungsräume, ein offenes Sekretariat und ein neues Lehrerzimmer mit separatem Außenbereich sowie eine neue vom Pausenhof erreichbare WC-Anlage untergebracht. Oben finden zwei weitere Klassenräume Platz, sodass die Grundschule dann komplett zweizügig sein könnte. Auch in Kückhoven war der Bedarf schließlich zuletzt gewachsen.

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In das Untergeschoss, in dem es heute unter anderem noch einen älteren Klassenraum gibt, wird die neue Mensa mit Küche ziehen. Ein neuer Aufzug macht die Schule künftig vollständig barrierefrei.

Insgesamt soll der Neubau somit auf 870 Quadratmeter Nutzfläche kommen. Der Abbruch des Anbaus beginnt in den Sommerferien, um die Störungen für den Unterricht gering zu halten. Die Bauarbeiten starten dann im September, bis Ende 2023 soll der Neubau fertig sein. Anschließend werden auch die bestehenden Klassenräume energetisch saniert, bis die Schule vollständig in neuem Glanz erstrahlt, wird es mindestens bis Ende 2024 dauern. Das jetzige Gebäude stammt aus dem Jahr 1964 und ist laut Stadtverwaltung seitdem nur unwesentlich verändert worden.

Umgebaut wird auch die Heizungsanlage, die jetzige wird durch eine Erdwärme-Anlage ersetzt. Die Klassenräume erhalten dezentrale Lüftungsgeräte, ein großer Teil des Stroms soll durch Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach erzeugt werden. Ziel sei es, die Schule nach KfW-70-Standard umzubauen.

Andreas Schuflitz von den Grünen sprach von einem „vorbildlichen Projekt“,  mit dem künftig viel Energie eingespart werden könne. „In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, sich unabhängig von fossiler Energie zu machen. Dieses Vorhaben ist ein gutes Beispiel dafür, wie das gelingen kann.“

Julian Joussen von der SPD fragte sich allerdings, ob die Schule bei einem weiteren Kinderwachstum nicht schon in wenigen Jahren erneut zu klein sein könnte. In der langfristigen Planung hatte der Schulausschuss eine Zweizügigkeit für Kückhoven empfohlen, mehr nicht. „Es ist immer ein Dilemma und ein Blick in die Glaskugel“, sagte Bauamtsleiter Martin Fauck zu dieser Frage. Er ist überzeugt: „Wir sind mit der Zweizügigkeit gut beraten. Dass wir einen dritten Zug brauchen, ist nicht abzusehen.“ Grundsätzlich sei es allerdings möglich, das Gebäude irgendwann zu erweitern. Angedacht ist das allerdings nicht.