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Freiflächen-Photovoltaikanlage: Demnächst mehr Sonnenstrom aus Erkelenz

Freiflächen-Photovoltaikanlage Erkelenz wird ausgebaut : Demnächst mehr Sonnenstrom aus Erkelenz

An der Ferdinand-Clasen-Straße in Erkelenz wird die Photovoltaik-Freiflächenanlage erweitert. Im Juli soll sie ans Netz genommen werden. Der ADFC bietet einen seltenen Einblick in die Anlage an.

Sieben Photovoltaik-Anlagen betreibt die Erkelenzer Sonnenschein eG auf Dächern kommunaler Gebäude sowie eine Freiflächenanlage an der Ferdinand-Clasen-Straße. Diese war 2017 in Betrieb genommen worden und wird zurzeit erweitert. Das Vorhaben hatte die Genossenschaft vor einem Jahr angekündigt, und jetzt konnte in der Generalversammlung der Sonnenschein eG die Realisierung mitgeteilt werden.

Über „das erfolgreichste Geschäftsjahr seit Bestehen der Genossenschaft“, die 2008 gegründet worden war, berichtete der Vorstand in der Generalversammlung. Die sieben Anlagen auf den Dächern und die Freiflächenanlage hätten im vergangenen Jahr eine Gesamtleistung von mehr als 1 Million Kilowattstunden und damit „20 Prozent mehr als erwartet“ erbracht. „Das lag vor allem an dem sehr langen und sonnigen Sommer 2018 – dem sonnenreichsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Dieser Sommer, der einerseits die Folgen des Klimawandels spürbar machte, hat andererseits die Erzeugung von Photovoltaik-Strom stark angekurbelt.“ Für die Mitglieder der Erkelenzrr Sonnenschein eG kann deshalb für 2018 eine Dividende von acht Prozent ausgeschüttet werden. Diese im Vergleich zu den Vorjahren höhere Dividende kommt zustande, weil für 2017 keine Dividende gezahlt und der Gewinn auf das nächste Jahr übertragen wurde. Die Dachanlagen befinden sich auf der Franziskus- und Luise-Hensel-Schule, der Erka-Halle und dem Erka-Bad, dem Kindergarten am Bauxhof, der Hauptschule und dem Bauhof.

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Derzeit errichtet die Genossenschaft auf dem Gelände hinter der Erkelenzer Grünannahmestelle eine zweite Freiflächenanlage mit einer Leistung von 580 kWp. Spätestens Ende Juli nimmt diese den Betrieb auf und wird dann Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen, erfuhren die Genossenschaftsmitglieder. Nach dieser Erweiterung wird die Freiflächenanlage an der Ferdinand-Clasen-Straße insgesamt eine Leistung von 1,2 Millionen Kilowattstunden produzieren. Die Genossenschaft ist ein lebendes Unternehmen, kein geschlossener Fonds. Sie kann permanent nach weiteren Geschäftsmöglichkeiten, beispielsweise neuen Dach- oder Freiflächen, Ausschau halten. „Ziel ist es, sauberen Strom durch aktive Bürgerbeteiligung zu erzeugen.“

Die Bürger für solche Themen zu interessieren, ist wiederum das Ziel der Erkelenzer Klimaschutzwoche, die am 1. Juli startet. Der ADFC Kreis Heinsberg bietet deshalb für Donnerstag, 4. Juli, ein Kennenlernen der einzigen Erkelenzer Photovoltaik-Freiflächenanlage an. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Erkelenzer Markt, die Tourenlänge beträgt etwa 30 Kilometer. „Eine einmalige Gelegenheit, die ansonsten nicht öffentliche Anlage der Bürgerenergiegenossenschaft zu besichtigen. Fachkundige Erklärungen gibt es durch den Betreiber vor Ort“, so der ADFC.