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Förderzugang erkannt: Pläne für Forschungsinstitut in Erkelenz schreiten voran

Projekt nimmt nächste Hürde : Pläne für Forschungsinstitut in Erkelenz schreiten voran

Erkelenz soll ein Institut für nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft bekommen. Dafür gibt es nun einen Zugang zu Fördermitteln. Landrat Pusch spricht von einem „Leuchtturmprojekt für den Kreis“.

Die Kostenpflichtiger Inhalt Pläne für Forschungsinstitut in Erkelenz nehmen weiter Form an. Wie die für den Braunkohle-Strukturwandel verantwortliche Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) in ihrer Aufsichtsratsitzung am Freitag beschlos, wird ein Teil des Projektes bereits mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Das bedeutet, dass ein Zugang zu Fördermitteln identifiziert wurde.

Das Projekt „Campus Transfer“ hatte in den vergangenen Monaten kräftig Fahrt aufgenommen. Neben der Stadt Erkelenz war als Gesellschafter unter anderem auch die Universität Bonn eingestiegen. Denkbar ist daher vor allem die Variante, dass in Erkelenz eine Dependance der Hochschule entsteht, die sich auf nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft spezialisieren will. Laut ZRR sollen „unter einem Dach Innovationen für die beiden Schwerpunkt-Branchen“ entwickelt werden. Welche Produkte und Dienstleistungen aus den beiden Bereichen braucht das Rheinische Revier für einen gelingenden Strukturwandel in dem Bereich? Wie lässt sich eine so gesunde wie nachhaltige Ernährung für die Menschen vor Ort erlebbar machen, um sie zu motivieren, diese freiwillig in ihren Alltag zu integrieren und so Veränderungen mitzutragen? Das seien Fragen, denen die Forschungseinrichtung nachgehen wolle.

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Landrat Stephan Pusch, Aufsichtsratsmitglieder der ZRR, zeigte sich hocherfreut. Das Projekt sei „in vielerlei Hinsicht ein herausragendes Vorhaben – ein echtes Leuchtturmprojekt für den Kreis Heinsberg und das Rheinische Revier“. Pusch meint: „Der Campus wird Zeichen setzen im Strukturwandel für den Bereich Bioökonomie, Agrobusiness sowie Land- und Ernährungswirtschaft. Ich habe immer gesagt, dass Erkelenz, angesichts der besonderen Betroffenheit durch Garzweiler II, ganz weit vorne berücksichtigt werden muss, wenn es um die Strukturförderung geht – und so kommt es jetzt auch!“

Die ZRR arbeitet bei der Bewertung von eventuell förderfähigen Strukturwandelprojekten mit einem Drei-Sterne-System: Der erste Stern würdigt eine „substanzielle Projektidee“ und ein Vorhaben mit konkreter Perspektive für die Entstehung neuer Wertschöpfung und Beschäftigung im Revier. Der zweite Stern tituliert ein Projekt als „tragfähiges Vorhaben“ und damit förderreif. Der dritte Stern für ein „Zukunftsprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier“ wird vergeben, wenn es einen erfolgreichen Zugang zu Fördermitteln gibt, etwa im Rahmen eines Bundesprogramms. Allein für den Braunkohle-Strukturwandel in NRW hat die Bundesregierung 15 Milliarden Euro bereitgestellt.