Förderverein Haus Hohenbusch dankt seinen Ehrenamtlichen

Engagement für Haus Hohenbusch : Großer Dank für die Ehrenamtler

Ehrenamtliche, die sich für das ehemalige Klostergut Haus Hohenbusch engagieren, standen im Mittelpunkt: Der Förderverein dankte ihnen mit einem Abendessen und lieferte einen Ausblick auf die nächsten Vorhaben.

Zumindest Menschen mittlerer Altersstufen, die sich ehrenamtlich in der Restauration kultur- und bauhistorischer Monumente engagieren, wissen, dass sie die Fertigstellung alten Glanzes nicht erleben werden. Dass sie dennoch mitarbeiten, zeichnet sie aus. Danke dafür sagten nun der Vorstand des Fördervereins für Haus Hohenbusch und das Klostercafé Müller-Platz mit einem Abendessen für knapp 30 Helfer, die teils seit Jahren an der einstigen Klosteranlage mitarbeiten, die noch nicht einmal in allen Dimensionen erforscht ist. Vereinsvorsitzender Frank Körfer umriss einige der Aufgaben, die noch auf die Ehrenamtler warten.

Derzeit ist ein Springbrunnen an einer Stelle hinter dem Herrenhaus in Arbeit, an welcher der Brunnen, ersichtlich aus alten Unterlagen, in den Glanzzeiten sein Wasser in die Höhe gespritzt hat. Umgelegt werden soll auch die Kräuter- und Pflanzenabteilung, um mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu generieren. Dazu passt auch, dass zwei Bienenvölker angesiedelt werden, um die Naturkreisläufe intensiver zu gestalten. Besucher können sich auf den 11. und 18. Mai, jeweils Samstage, freuen, an denen der Biologielehrer und Bienenexperte Eberhard Holtappels an der Streuobst- und Sommerblumenwiese über die Insektenwelt und das Insektenhotel informieren wird. Gefährdung und Schutz der für die Bestäubung der Pflanzenwelt so wichtigen Wildbiene bilden einen Schwerpunkt, dem auch die Anlage der Wildblumenwiese für den „Privatgarten“ und die Herstellung von Nisthilfen für die Vögel dienen wird. Naturkunde, Kunst und Regionalgeschichte sind die Schlagworte, unter denen der Förderverein, eng verbunden mit der Stadt Erkelenz, dem Heimatverein der Erkelenzer Lande und der Volkshochschule des Kreises Heinsberg zusammenarbeiten. Frank Körfer stellt für den Verein und die Partner ein zunehmendes Interesse an derart historischen Projekten fest: Die flirrend-globale Informationsflut lasse die Menschen wohl gerade historische Fixpunkte suchen. Körfer erklärte weiter: „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter fühlen sich mit dem Haus sehr eng verbunden. 2020 können wir das 20-jährige Bestehen des Fördervereins feiern. Und dass es diesen Verein und sein Wirken überhaupt gibt, ist Heinz Küppers zu verdanken, der den Verein nicht nur ins Leben gerufen und ihn als Vorsitzender geführt hat, sondern auch Motor der Jahrzehnte in Anspruch nehmenden Restauration war.“

Derzeit werden im Parterre des Herrenhauses die Fußböden überarbeitet. Das wird bis in den März hinein dauern, in dem die sonntäglichen Öffnungszeiten (13 bis 17 Uhr) wieder beginnen. Es wird aber sichergestellt, dass die Innenräume besucht werden können. Schließlich ist ein weiterer Grundsatz des Fördervereins: „Wir wollen Leben in das Haus bringen!“ – und dafür übernehmen die verlässlichen Ehrenamtler auch die Betreuungen an den Öffnungstagen, die verschiedenen Handwerker oder Ingenieure unter ihnen übernehmen Planung und Umsetzung physischer Aufgaben. Muskelkraft ist gefordert, sobald die Witterung es zulässt: Neues Kies-Granulat muss im Frühjahr auf den Parkwegen verteilt werden.